TSG 1899 Hoffenheim v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga
Leon Bailey erzielte per Hacke den Führungstreffer für Bayer Leverkusen © Getty Images

Bayer gewinnt das Verfolgerduell bei der TSG klar. Per Hacke bringt Leon Bailey die Werkself auf die Siegerstraße - und lässt Hoffenheim in der Tabelle weiter absacken.

Bayer Leverkusen hat die TSG Hoffenheim im Rennen um die internationalen Plätze vorerst distanziert und hält Kurs Richtung Champions League. Die Werkself setzte sich mit 4:1 (1:0) bei der TSG durch.

Damit sind die Rheinländer seit sieben Auswärtspartien ungeschlagen, während Hoffenheims Abwärtstrend weitergeht. Bayer hat 31 Punkte auf dem Konto, Hoffenheim 27. (DATEN: Tabelle der Bundesliga)

Das jamaikanische Toptalent Leon Bailey (43.) mit einem tollen Hackentor, der Österreicher Julian Baumgartlinger (51.) und der Argentinier Lucas Alario (70./90.+3) trafen für die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich, die in den zurückliegenden 14 Punktspielen nur eine Niederlage (gegen Bayern München) kassiert hat. Adam Szalai (86.) gelang das Hoffenheimer Ehrentor. (TICKER zum Nachlesen)

"Wir waren in den ersten 60 Minuten besser als der Gegner", sagte TSG-Coach Julian Nagelsmann bei Sky. "Das klingt skurril, wenn man vier Tore kriegt. Aber der Gegner hatte eine gropße Qualität, das waren die Abschlusssituationen. Das war entscheidend. So ein Spiel darfst du niemals verlieren."

Man müsse jetzt "von Spiel zu Spiel schauen und versuchen, Ergebnisse zu erzielen", erklärte Nagelsmann.

Jubel gab es dagegen bei den Leverkusenern. "Wir freuen uns riesig über die drei Punkte. Die waren so nicht zu erwarten - vor allem in der Deutlichkeit", schwärmte Herrlich: "Die erste Hälfte war sehr offen. Es hat uns natürlich in die Karten gespielt, dass wir in Führung gegangen sind."

Brandt vergibt die Führung

Vor 28.017 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena waren die Hoffenheimer zu Beginn das bessere Team. Die Gastgeber, die ohne den umworbenen Nationalspieler Kerem Demirbay (Oberschenkel-Probleme) auskommen mussten, überzeugten mit einer guten Spielanlage.

Hochkarätige Chancen konnten sich die Kraichgauer allerdings nicht erarbeiten - entweder kam der letzte Pass nicht an oder der Abschluss war nicht gut genug.

Diese Nachlässigkeiten in der Offensive hätten sich in der 19. Minute fast gerächt. Nach Vorarbeit Baileys hatte Nationalspieler Julian Brandt die Führung für Leverkusen auf dem Fuß, wurde im letzten Moment aber noch geblockt. Im Anschluss an diese Szene übernahm Bayer das Kommando. Die Führung der Gäste lag Mitte der ersten Hälfte in der Luft.

Den Treffer hätten aber fast die Hoffenheimer erzielt. Nach einem Konter über Bayern-Leihgabe Serge Gnabry, der in der ersten halben Stunde eine starke Vorstellung zeigte, kam Dennis Geiger in gefährlicher Position an den Ball. Die Flanke des Mittelfeldspielers wurde von Bayer-Verteidiger Sven Bender abgefälscht und landete an der Latte (26.). (DATEN: Alle Ergebnisse im Überblick)

Rupp trifft den Pfosten

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Diese Möglichkeit war wiederum der Auftakt einer bestimmenden Phase der TSG. Wie fast schon zu erwarten, waren es aber die Leverkusener, die das Tor erzielten. Nach Vorarbeit Brandts traf der umworbene Bailey überragend per Hacke. Es war der siebte Saisontreffer des 20-Jährigen.

"Es war instinktiv. Es war meine einzige Chance", kommentierte der 20-Jährige sein überragendes Hackentor. "Ich wusste, dass ich vor dem Tor stand - und das Tor bewegt sich nicht."

Nur 20 Sekunden nach dem Seitenwechsel waren die Gasgeber dem Ausgleich ganz nahe. Der Distanzschuss von Lukas Rupp landete aber nur am Außenpfosten. Vier Minuten später vergab TSG-Außenverteidiger Steven Zuber eine weitere Chance. Besser machte es kurz darauf Baumgartlinger auf der Gegenseite.

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Nach dem zweiten Gegentor setzte Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann alles auf eine Karte und brachte in Andrej Kramaric sowie Mark Uth Stürmer Nummer drei und vier.

Als Nagelsmann auch noch Nadiem Amiri nach einer guten Stunde ins Spiel brachte, hatten die Kraichgauer kaum noch Defensivspieler auf dem Platz. Bei einem Konter vergab Brandt die Möglichkeit zur Vorentscheidung (63.), Alario ließ sich eine ähnliche Chance nicht entgehen.