Vor dem Krisenduell der Bundesliga zwischen Hamburg und Köln fordert HSV-Manager Heribert Bruchhagen bei SPORT1 die sportliche Wende. Zudem gibt er Erklärungsnot zu.

von Martin Quast ,

Der Hamburger SV steckt in der Bundesliga tief in der Krise. Durch fünf sieglose Spiele in Folge ist der Traditionsklub auf Platz 17 abgerutscht. Nur der 1. FC Köln ist noch schlechter.

Vor dem direkten Aufeinandertreffen der beiden Teams am Samstag (18.30 Uhr im LIVETICKER) fordert HSV-Manager Heribert Bruchhagen die sportliche Wende. Von einem entscheidenden Spiel möchte er jedoch nicht sprechen.

"Es ist natürlich kein Endspiel aber es ist ein ganz, ganz wichtiges Spiel. Letztes Jahr waren wir nach der Hinrunde auch 17., mit 13 Punkten. Es ist noch alles drin", sagte Bruchhagen im Gespräch mit SPORT1. 

"Wir sind weit davon entfernt zu resignieren. Aber wir müssen eine Wende schaffen, darüber sind wir uns alle im Klaren, die Spieler, der Vorstand und das Trainerteam", betonte der 69-Jährige.

Bruchhagen sieht HSV und FC auf Augenhöhe

Für das Krisenduell am Wochenende sieht Bruchhagen keinen Favoriten. "In letzter Zeit sind wir auf Augenhöhe. Für die Kölner ist es sicherlich die letzte Chance. Eigentlich müssen sie bei uns gewinnen, darüber sind wir uns im Klaren und es wird ein sehr, sehr schweres Spiel", führte Bruchhagen weiter aus.

Das der HSV seit mehreren Jahren gegen den Abstieg kämpft, kann sich auch der erfahrene Sportfunktionär nicht erklären. "Es ist schwer zu ergründen, warum wir die Erwartungen über fünf Jahre hinweg nicht erfüllen können. Da haben sich schon viele daran versucht dafür Erklärungen zu finden", gestand Bruchhagen.

"Da hört die Freundschaft auf"

Am Samstag kommt es am Rande der sportlich brisanten Partie zum Wiedersehen mit Bruchhagens ehemaligem Weggefährten Armin Veh, der inzwischen die sportliche Leitung bei den Kölnern übernommen hat.

"Am Wochenende sind wir harte Konkurrenten, da werden wir sicher nicht aufeinander treffen. Wir sitzen zwar in unmittelbarer Nähe des Kölner Vorstands, aber da hört die Freundschaft selbstverständlich auf", schloss Bruchhagen weitergehenden Kontakt aus.

Veh bekräftigte trotz der aussichtslosen Lage den Glauben an den Klassenerhalt des FC. "Theoretisch ist das immer möglich und die Mannschaft glaubt auch daran, dass sie noch was aufholen kann. Aber wir müssen ja nicht nur einen überholen, sondern mindestens zwei", sagte Veh bei SPORT1.

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