Dortmund - Pierre-Emerick Aubameyang reagiert im ersten Training nach seinem umstrittenen Hallenkick diszipliniert. Ein Wechsel zum FC Arsenal zeichnet sich dennoch ab.

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Pierre-Emerick Aubameyang bleibt weiterhin das bestimmende Thema bei Borussia Dortmund.

Nachdem sich der abgestrafte und wechselwillige Stürmer-Star am Freitagabend bei einem Gaudi-Kick amüsiert hatte, waren beim Training am Samstag alle Augen auf ihn gerichtet.

Der Gabuner hinterließ aber einen überraschend positiven Eindruck. Er erschien pünktlich, arbeitete motiviert und diszipliniert, hängte sich bei allen Übungen voll rein.

Stöger: "Mache Auba keinen Vorwurf"

Dementsprechend entspannt zeigte sich Peter Stöger im anschließenden Gespräch mit den Journalisten. "Ich hätte es nicht so gemacht", sagte der BVB-Coach zwar über die umstrittene Freizeitbeschäftigung des Torjägers, meinte aber auch: "Man muss Auba akzeptieren, wie er ist. Ich mache ihm keinen Vorwurf."

Aubameyang hatte am Abend zuvor mit Freunden in einer Dortmunder Fußball-Halle gekickt anstatt sich das Spiel seines Arbeitgebers bei Hertha BSC (1:1) anzuschauen. 

Pikant: Er trug dabei ein Trikot des in Ungnade gefallenen Ex-BVB-Stars Ousmane Dembele, der sich im vergangenen Sommer erfolgreich zum FC Barcelona gestreikt hatte.

Schürrle übt harsche Kritik 

Nicht nur viele Fans, sondern auch einige seiner Mitspieler empfanden den neuerlichen Aufreger als nervig. Nationalspieler Andre Schürrle wählte deutlich Worte: "Das ist ein großes Thema. Das schafft Unruhe und Kopfschütteln in der ganzen Mannschaft. Es ist nicht einfach, das abzuschütteln und sich nur auf den Fußball zu konzentrieren."

Schürrle verriet, dass der Einfluss der Mannschaft auf den exzentrischen Angreifer begrenzt sei.

"Es gab bereits viele Sitzungen. Wenn man mit ihm spricht, dann ist das ein guter Junge. Aber was genau in seinem Kopf vorgeht, sieht man natürlich nicht", sagte der Offensivspieler: "Das Transferfenster ist noch knapp zwei Wochen geöffnet, danach werden wir vielleicht ein bisschen mehr Ruhe haben."

Erstes Angebot von Arsenal

Vor allem der FC Arsenal wirbt heftig um die Dienste des 28-Jährigen.

Wie BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bestätigte, haben die Gunners am Samstagmittag sogar ein erstes Angebot für Aubameyang vorgelegt. Die in verschiedenen Medien genannte Summe in Höhe von 50 Millionen Euro wollte Watzke aber nicht kommentieren.

Aubameyangs Vertrag bei den Schwarz-Gelben ist noch bis 2021 gültig.