Bernd Lenos Vertrag bei Bayer Leverkusen läuft noch bis 2020
Bernd Lenos Vertrag bei Bayer Leverkusen läuft noch bis 2020 © Getty Images

Leverkusen - Bernd Leno will mit dem DFB-Team zur WM und mit Leverkusen zurück in den Europacup - ansonsten ist ein Wechsel wahrscheinlich.

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Bernd Leno steht mit Bayer Leverkusen vor entscheidenden Monaten.

Der Tabellenvierte will seine gute Hinrunde bestätigen, um nach einem Jahr Pause im Sommer wieder international dabei zu sein. Und Leno, der zu Saisonbeginn etwas schwer in die Gänge kam, muss Bestleistungen bringen, um seinen Platz im WM-Kader von Jogi Löw zu sichern.

Von beidem wird maßgeblich abhängen, wie es mit dem von internationalen Topklubs umworbenen Nationaltorhüter weitergeht.

Gleich zum Auftakt dürfte der 25-Jährige genug zu tun bekommen, denn in der BayArena ist Spitzenreiter FC Bayern zu Gast (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER).

Allerdings war die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich beim 1:3 zum Saisonstart in München mindestens ebenbürtig. Und auch die Statistik spricht keineswegs gegen die seit zwölf Spielen ungeschlagenen Leverkusener: Der letzte Bayern-Sieg in Leverkusen liegt schon fast fünf Jahre zurück.

Leno sieht in jedem Fall gute Chancen auf die Rückkehr ins europäische Geschäft. Ansonsten gehen Beobachter davon aus, dass er eine Ausstiegsklausel im bis 2020 laufenden Vertrag hat und ins Ausland wechseln wird.

Im Interview mit SPORT1 umschifft der Keeper die Frage nach seiner Zukunft allerdings geschickt.

SPORT1: Wie zufrieden sind Sie mit der Vorbereitung?

Bernd Leno: Auch wenn die Testspiel-Ergebnisse jetzt nicht überragend waren, sehe ich uns gut gewappnet für die Rückrunde. Die Pause war ja auch nicht lang, deswegen haben wir ein gewisses Niveau gehalten. Ich denke, wir dürfen optimistisch auf die kommenden Aufgaben blicken.

SPORT1: Ist die Chancenverwertung bisher das einzige Manko oder was muss ansonsten noch besser werden?

Leno: Wir wollen und können uns eigentlich in allen Bereichen verbessern. Sicherlich ist gerade die Torausbeute in den beiden Partien gegen Fürth und Münster ausbaufähig gewesen. Allerdings haben wir uns die Möglichkeiten auch toll herausgespielt. Ich bin mir sicher: Wenn es am Freitag ernst wird, dann werden wir auch wieder effektiver sein.

SPORT1: Schon im Hinspiel wäre in München mehr drin gewesen - spielen Sie am Freitag gegen Bayern auf Sieg?

Leno: Den Eindruck hatte ich auch. Zumal alle drei Treffer der Münchner aus Standardsituationen entstanden sind. Außerdem haben sich die Bayern in den vergangenen Jahren in Leverkusen häufig  schwer getan. Seit ich das Trikot von Bayer 04 trage, haben wir zu Hause erst einmal gegen sie verloren. Auch am Freitag wollen wir mindestens einen Punkt und unsere Erfolgsserie entsprechend ausbauen.

SPORT1: Wie bewerten Sie insgesamt die Hinserie unter Heiko Herrlich?

Leno: Auch wenn die Leistungen von Beginn an ansprechend waren, sind wir ergebnistechnisch erst mal nicht so gut in die Saison gekommen. Sicherlich hat zu Beginn auch noch die enttäuschende Vorsaison eine Rolle gespielt. Aber dann haben wir immer mehr die Vorgaben des neuen Trainers verinnerlicht und uns peu a peu für die guten Leistungen belohnt.

SPORT1: Und persönlich?

Leno: Auch bei mir hat zu Beginn nicht alles geklappt. Doch als Team sind wir von Spiel zu Spiel immer stabiler geworden und haben mittlerweile einen richtigen Lauf.

SPORT1: Aktuell steht Bayer auf einem Champions-League-Quali-Platz - ist die Königsklasse auch das Ziel?

Leno: Für einen Verein wie Leverkusen, mit seinen Möglichkeiten, sollte es jedes Jahr das Ziel sein, international zu spielen. Und holen wir alles aus uns heraus, dann können wir natürlich auch Champions League spielen.

SPORT1: Sie haben bislang Ihre Zukunft offen gelassen, immer wieder ist von Anfragen von Topklubs zu lesen, zuletzt dem FC Bayern. Wenn es erneut nicht reicht für Europa, verlassen Sie dann Bayer im Sommer?

Leno: (grinst) Wir werden uns in dieser Saison für den Europapokal qualifizieren.

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