München - Sportvorstand Christian Heidel erklärt im Check24 Doppelpass bei SPORT1, wie Schalke 04 die angestrebte Vertragsverlängerung mit Leon Goretzka angeht.

von Thorsten Mesch

Der FC Schalke 04 kämpft um Leon Goretzka. Die Königsblauen wollen den Nationalspieler, dessen Vertrag im kommenden Juni ausläuft, gern langfristig an sich binden. Sportvorstand Christian Heidel hat am Sonntag bei SPORT1 erklärt, wie der Plan mit Goretzka aussieht.

"Ich habe mich mit Leon darauf verständigt, dass er sich die Zeit nimmt, die er benötigt und uns dann Bescheid gibt, wohin sein Weg führt", sagte Heidel im CHECK24 Doppelpass: "Ob das jetzt am 15. Dezember oder am 15. Januar ist, ist mir eigentlich egal."

Keine zwölf Millionen Gehalt

Die Schalker "hoffen und wünschen uns sehr, dass er bleibt", betonte Heidel. "Wir haben doch gar keine Möglichkeit, Druck auszuüben. Wir haben alles dafür getan, was möglich ist, ohne dass wir ihm zwölf Millionen Euro bezahlen", sagte Heidel und widersprach damit einem Medienbericht über ein in Aussicht gestelltes Mega-Gehalt.

Die Bild hatte berichtet, dass die Königsblauen ihrem Mittelfeld-Star ein klubinternes Rekord-Gehalt zahlen wollen. Satte zwölf Millionen Euro solle Goretzka pro Jahr verdienen, wenn er seinen  auslaufenden Kontrakt verlängert.

Trainer Tedesco hoch geschätzt

Ein Trumpf im Poker um Goretzka könnte Domenico Tedesco sein. Dass Goretzka sich sehr gut mit dem Schalker Trainer versteht und sehr große Stücke auf den Chefcoach hält, hält Heidel für einen möglichen Vorteil.

"Ich weiß, dass Leon Domenico Tedesco sehr schätzt. Ich weiß aber nicht, ob das dazu führt, dass er den Vertrag verlängert. Es ist aber sicherlich kein Nachteil, dass unser Trainer Domenico Tedesco heißt."

Glück beim Kopfstoß gegen Köln

Goretzka hatte am Samstagabend beim 2:2 gegen den 1. FC Köln mit einem Kopfstoß gegen Kölns Salih Özcan für Wirbel gesorgt.

"Er hat ihm keine vier Rippen gebrochen, aber es war unnötig. Insgesamt haben wir und Leon in dieser Situation Glück gehabt", sagte Heidel.

So lief der Höwedes-Wechsel wirklich

Zum Abschied von Schalke-Urgestein Benedikt Höwedes im Sommer war es Heidel ein Bedürfnis, die damalige Schalker Vorgehensweise noch einmal zu erklären.

"Es wurde so dargestellt, dass wir Benedikt Höwedes weggeschickt haben. Wir haben ihm in einem Gespräch gesagt, dass er auf Schalke bleiben soll", sagte Heidel.

Höwedes sei mit dem Wunsch zu ihm gekommen, zu Juventus Turin zu wechseln. "Klar hat ihm Domenico Tedesco auch gesagt: Trainiere gescheit und dann spielst du auch. Garantien gibt es eben für keinen", ergänzte Heidel.