FC Bayern Muenchen Annual General Assembly
Uli Hoeneß ist Präsident des FC Bayern © Getty Images

Bayern-Präsident Uli Hoeneß ärgerte sich über Kritik am "veralteten" FC Bayern. Die Wende zurück zum Erfolg wurde inspiriert von einem Filmklassiker.

Nach anfänglichen Problemen zu Saisonbeginn und dem Trainerwechsel hat der FC Bayern zur Jahreswende seine Position als Nummer eins in Deutschland klar behauptet.     

Umso mehr freut sich Bayern-Präsident Uli Hoeneß, dass der Rekordmeister es seinen Kritikern mal wieder zeigen konnte. 

"Ich habe mich wahnsinnig über die Berichte geärgert, dass die Wachablösung im deutschen Fußball jetzt vonstatten gehen solle. Es hieß: Der FC Bayern hat einen alten Präsidenten, einen alten Vorstandsvorsitzenden, holt jetzt auch noch einen uralten Trainer und es kommt auch noch der uralte Arzt hinzu. Da gibt es schon eine gewisse Genugtuung, dass wir jetzt an Weihnachten zu unserer Stärke zurückgefunden haben", sagte der 65-Jährige in der tz.

Hoeneß war vor einem Jahr wieder zum Präsidenten gewählt worden. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ist 62 Jahre alt. Trainer Jupp Heynckes ist mittlerweile 72 Jahre alt und der zurückgekehrte Mannschaftsarzt Dr. Müller Wohlfahrt ist mit 75 Jahren der Alteste des Quartetts.

Hoeneß erinnert an alten Fernseh-Klassiker

Dabei fühlt sich der FCB-Boss an einen alten Fernseh-Klassiker von 1992 erinnert. In Dieter Wedels "Der große Bellheim" entschließen sich vier ältere Männern, ein marodes Kaufhaus wieder auf Vordermann zu bringen. Der Plan ging auf. Und diesen Plan hat Hoeneß auch mit dem FC Bayern. "Vor langer Zeit habe ich gesagt, dass es ein Traum wäre, das in den Fußball zu übertragen." Das habe man schon ganz gut geschafft.

Zukunft nicht aus den Augen verlieren

Trotz allen aktuellen Erfolges hat Hoeneß seine Nachfolge bereits im Blick und richtet sich auch hier nach Wedels Erfolgs-Klassiker. "Aber das Wichtigste in der Erzählung war, dass es den vier Herren gelungen ist, ihre Nachfolger einzubauen. Und das wird auch die Aufgabe von uns sein: In dem Erfolg, den wir jetzt haben, nicht zu vergessen, dass der Zahn der Zeit an uns nagt. Deshalb dürfen wir die Zukunft nicht aus den Augen verlieren", sagte Hoeneß.

Weiterlesen