Bayern-Profi Javi Martinez verrät den ausschlaggebenden Grund für seinen Wechsel zum FC Bayern. Außerdem erklärt er, welcher Kollege ihn in Staunen versetzte.

Bayern-Profi Javi Martinez hat ungewohnt offene Einblicke in seine bisherige Laufbahn gewährt.

In einem Gastbeitrag für das Profisportler-Portal Players Tribune erzählte Martinez, warum er sich 2012 für den FC Bayern entschied.

"Einer der Klubs, der mich wollte, kam aus England und der andere kam aus Deutschland. Finanziell waren beide Angebote fast gleich, der englische Klub bot sogar etwas mehr", berichtete der Spanier, der damals für Athletic Bilbao auflief.

"Es gab keine Zweifel"

"Doch als Bayern München fragte, ob ich in ihre Stadt und für ihren Klub spielen wollte… Oh Mann! Das war großartig. Es gab keine Zweifel, dass ich Bayern-Spieler werden wollte", erklärte der 29-Jährige seine Entscheidung für den deutschen Rekordmeister. Für 40 Millionen Euro – damals Bayerns Rekordtransfer – wechselte Martinez nach Deutschland.

Aber der Transfer wurde erst Ende August unter Dach und Fach gebracht. Der Baske hatte noch seine persönlichen Gegenstände bei Bilbao und wollte diese in der Länderspielpause abholen. Bilbao hatte damals behauptet Martinez wäre in der Nacht auf das Gelände eingebrochen. 

"Ich hatte beim Klub angefragt, ob ich mittags meine Sachen abholen könnte. Sie lehnten ab", meinte der 29-Jährige. Stattdessen sei er um halb zehn am Abend zum Trainingsgelände gegangen und habe geklingelt. Niemand öffnete, sodass er den Teammanager anrief, der aber nicht abhob. "Ich kannte noch einen anderen Eingang. Dort rief ich den Sicherheitsmann und dieser ließ mich rein. Ich holte meine Sachen und ging. Das war's", erklärte Martinez den Besuch in Bilbao.

Der Start in München fiel dem Defensivspieler nicht unbedingt leicht, aber die spanischsprechende Fraktion um Claudio Pizarro, Rafinha, Dante und Luiz Gustavo erleichterten dem Neuzugang aus Bilbao die schnelle Integegration beim Rekordmeister.

Dieser Spieler beeindruckte Martinez

Ein Profi überraschte Martinez ganz besonders bei seiner Ankunft in München. "Ich erinnere mich an mein erstes Training mit ihm. Ich war beeindruckt von seiner Stärke und Qualität. Er war der einzige Spieler, der mich richtig überraschte."

Martinez' Lob galt David Alaba. Der Österreicher stand damals noch am Beginn seiner Karriere und war noch nicht auf dem Zettel des Bayern-Neuzugangs.

Gleich in seiner ersten Saison holte der 29-Jährige mit den Bayern das Triple – ein "unbeschreibliches Gefühl" für Martinez.

Martinez erklärt Wende nach PSG-Pleite

Trainer damals wie heute: Jupp Heynckes. "Ich spüre, dass ich wichtig bin. Ich fühle mich gut im Mittelfeld und ich glaube ich kann der Mannschaft da helfen" sagte Martinez über seine Rückkehr unter Heynckes ins Mittelfeld.

Noch vor einigen Wochen hatte die Mannschaft bei Paris Saint-Germain (0:3) eine böse Niederlage kassiert, erst danach kam Heynckes überraschend zurück.

"Wir sind nicht verrückt geworden. Wir haben uns aufs Training konzentriert und unsere Köpfe freigemacht. Das 3:1 in München hat bewiesen, dass unsere Einstellung stimmt. Jetzt müssen wir so weitermachen bis zum April oder Mai."

Sodass am Ende möglicherweise wieder der Champions-League-Titel steht, wie in Martinez' erster Bayern-Saison.