FC Bayern Muenchen Champions Party - DFB Cup Final
FC Bayern Muenchen Champions Party - DFB Cup Final © Getty Images
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Der FC Bayern und Mannschafts-Arzt Dr. Volker Braun gehen ab sofort getrennte Wege. Hinter den Kulissen soll es bereits seit längerem rumort haben.

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Überraschender Personalwechsel in der medizinischen Abteilung des FC Bayern München. Wie der deutsche Rekordmeister am Montag mitteilte, hat Mannschaftsarzt Volker Braun die Klubführung darum gebeten, ihn von seiner Tätigkeit zu entbinden.

Er wolle sich verstärkt "um seine Praxis und seine Familie kümmern", sagte Braun in einem offiziellen Statement, "sie kam in den letzten Jahren zu kurz."

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Der 44 Jahre alte Orthopäde und Unfallchirurg arbeitete seit neun Jahren für den FC Bayern, nach dem Rückzug von Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt 2015 als Mannschaftsarzt der Profis. 

Neuer-Verletzung sorgte für Diskussionen

Rumort hatte es hinter den Kulissen allerdings schon länger.

Vor allem die erneute Verletzung von Nationaltorhüter Manuel Neuer Mitte September soll intern für Diskussionsstoff gesorgt und bei den Bossen für Unstimmigkeiten über die Aufstellung des Ärzteteams gesorgt haben.

Der 31-Jährige zog sich bereits zum zweiten Mal binnen eines halben Jahrs einen Haarriss im linken Mittelfußknochen zu. Kritik gab es deshalb auch von DFB-Physiotherapeut Klaus Eder, der damals einen zu frühen Einsatz des Keepers bemängelt hatte.

Kommt Müller-Wohlfahrt zurück?

Neuer entschied sich damals, nachdem er seinen letzten Mittelfußbruch unter Brauns Leitung konservativ behandelt hatte, für eine Operation bei Professor Dr. Ulrich Stöckle in Tübingen - auf Anraten von Müller-Wohlfahrt.

Zudem lassen sich viele Stars wie Jerome Boateng oder Arjen Robben nach wie vor in Müller-Wohlfahrts Praxis in der Münchner Innenstadt untersuchen. Selbst eine erneute Zusammenarbeit mit dem Klub schloss er im August nicht mehr aus: "Ich habe den Verein wissen lassen, dass ich bereit bin, in schwierigen Fällen zu helfen."

Der 75-Jährige gilt nach wie vor als Vertrauter von Vereinspräsident Uli Hoeneß und Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

Über Brauns Nachfolge will der Klub in den kommenden Tagen nach eigenen Angaben intern beraten, Müller-Wohlfahrt wird dabei wohl wieder eine Rolle spielen.