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Mainz - Der 1. FC Köln kassiert beim FSV Mainz 05 die zehnte Niederlage. Der Siegtreffer fällt nach einem sehr umstrittenen Elfmeter, der Videobeweis versagt.

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Der 1. FC Köln steckt immer tiefer im Abstiegsstrudel - und hatte wieder einmal eine äußert umstrittene Schiedsrichter-Entscheidung zu beklagen. Der sieglose Tabellenletzte der Bundesliga kassierte am 12. Spieltag beim FSV Mainz 05 eine 0:1-Niederlage beim FSV Mainz 05.

Den Siegtreffer erzielte der Ex-Kölner Daniel Brosinski (43.) durch einen mehr als fragwürdigen Foulelfmeter (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

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Schiedsrichter Dr. Felix Brych hatte vor dem Strafstoß ein Foulspiel von Kölns Konstantin Rausch an Pablo de Blasis geahndet und ließ seine Entscheidung anschließend nochmals vom Video-Assistent bestätigen.

"Auf dem Platz war es für mich ein klarer Elfmeter. Ich hatte dann auch Kontakt nach Köln (zum Video-Assistenten, Anm. d. R.). Da wurde mir bestätigt, dass es einen Kontakt am Knie gab", sagte Brych bei Sky.

Die Highlights des Spieltags am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur

"Klare Schwalbe und Gelbe Karte"

"Da gibt es keine zwei Meinungen. Er (De Blasis) steht zwischen uns beiden (Rausch und Frederik Sörensen) und springt ab. Das ist eine ganz klare Schwalbe und Gelbe Karte", ärgerte sich Rausch bei Sky.

"Es ist unglaublich. Wir verlieren wieder 0:1, klar, dass wir vorne wieder kein Tor machen, ist wieder etwas Anderes", meinte Rausch.

Ähnlich sieht es Kölns Keeper Timo Horn. "Das war aus meiner Sicht überhaupt kein Elfmeter. Aber was will man machen? Das ist Woche für Woche so. Es hört nicht auf", sagte Horn bei SPORT1.

Nicht die erste Entscheidung gegen Köln

"Wenn man kurz vor der Halbzeitpause einen Elfmeter bekommst, dann ist das natürlich schwierig. Die Jungs fühlen sich halt betrogen, und das ist gefühlt nicht das erste Mal", sagte Kölns Trainer Peter Stöger.

So wurde bei Kölns 0:1-Niederlage gegen Frankfurt ein umstrittener Elfmeter für die Eintracht gegeben und dem FC ein klarer Starfstoß verweigert.

FC-Ikone Lukas Podolski war als TV-Zuschauer des Geschehens im fernen Japan alles andere als begeistert.

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"Es ist nicht klar zu sehen, aber es ist auf jeden Fall kein eindeutiger Elfmeter", sagte der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder in der Halbzeit. Sky-Schiedsrichter-Experte Dr. Markus Merk sprach von einer "glasklaren Fehlentscheidung."

Mehr Pleiten als in der kompletten vergangenen Saison

Die 05er haben nun mit 15 Punkten etwas Abstand zu den Abstiegsrängen gewonnen. Die Kölner stecken mit Trainer Peter Stöger dagegen nach der zehnten Niederlage mit zwei Zählern fast aussichtslos am Tabellenende fest (Die Tabelle der Bundesliga).

In der vergangenen Saison hatte Köln nach der kompletten Saison nur neun Mal verloren (Ergebnisse/Spielplan der Bundesliga). Die nur vier erzielten Tore nach zwölf Spielen sind eine neue Negativ-Marke in der Bundesliga.

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Charakter der Mannschaft macht Stöger Hoffnung

"Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, ich habe uns als bessere Mannschaft gesehen", sagte Stöger.

"Der Geist ist da, es reparieren zu wollen. Den Faktor Glück brauchen wir auch einmal auf unserer Seite. Wenn du Spiele gewinnen willst, dann musst du Tore schießen. Wir haben genug zu tun. Aber der Charakter der Mannschaft hält uns am leben."

Am Donnerstag treffen die Domstädter in der UEFA Europa League auf den FC Arsenal (21.05 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Brych erklärt Platzverweis gegen Donati

Die Elfmeter-Entscheidung von FIFA-Referee Brych war ebenso umstritten wie die Rote Karte gegen den Mainzer Giulio Donati (71.) nach einer vermeintlichen Tätlichkeit.

Donati war von Kölns Leonardo Bittencourt im Fallen im Gesicht getroffen worden. Als der Kölner sich um den Mainzer kümmern wollte, machte Donati eine Schlagbewegung und Bittencourt fiel theatralisch.

"Beide machen etwas, Bittencourt macht es unabsichtlich, Donati macht ein bisschen mehr", erklärte Brych, "deswegen wollte ihn es unterschiedlich bestrafen."

Beide Mannschaften vergeben Chancen

Köln begann vor 30.473 Zuschauern verhalten, Mainz war von Beginn an um Spielkontrolle bemüht.

Kurz vor der Pause wurden die Kölner besser und schalteten erstmals erfolgreich um. Simon Zoller bediente Guirassy (36.), der den Ball nur knapp am linken Torwinkel vorbeischoss. Kurz darauf verpasste der für den angeschlagenen Zoller eingewechselte Leonardo Bittencourt (39.) aus spitzem Winkel die Kölner Führung.

In der besten Phase des FC ging Mainz durch den Elfmeter von Brosinksi in Führung. Der Rechtsverteidiger hatte von 2008 bis 2011 für Köln gespielt. Die Kölner konnten die Überzahl nach Donatis Platzverweis nicht zum Ausgleich nutzen.