Hertha BSC Liveticker
Hertha BSC Liveticker © Getty Images
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Das Erreichen der UEFA Europa League sorgt bei Hertha BSC für eine negative Bilanz. Das Minus geht in die Millionen.

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Hertha BSC hat das Geschäftsjahr 2016/2017 mit einer negativen Bilanz abgeschlossen. Wie Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller am Montag mitteilte, stehen einem Umsatz von 112,3 Millionen Euro im Zeitraum vom 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017 Ausgaben von 119,9 Millionen Euro gegenüber.

Damit erwirtschaftete der Verein ein Minus von 7,6 Millionen Euro. Ähnlich wie im vergangenen Jahr, als der Verlust noch rund 200.000 Euro höher gewesen war.

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Europa League sorgt für Minus

Der Grund für die unausgeglichene Bilanz seien laut Schiller vor allem die Prämien, die Hertha nach dem Erreichen der Gruppenphase der Europa League auszahlen musste. Die Einnahmen aus dem internationalen Wettbewerb gehen ebenso wie die gesteigerten Erlöse aus dem neuen TV-Vertrag erst im nächsten Jahr in die Bilanz ein.

Angesichts der Aussichten zeigte sich Schiller mit den Zahlen zufrieden: "Wir haben zum ersten Mal über 100 Millionen Euro Umsatz. Wir sind auf einem sehr guten Weg. In dieser Kombination ist das ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis."

2018 kommen allein durch die Europa League mindestens zwischen sieben und acht Millionen Euro extra hinzu. Sollte Berlin gar das Sechzehntelfinale erreichen, könnte der Klub mit zusätzlichen 1,2 Millionen Euro planen. Insgesamt prognostiziert Schiller für das kommende Jahr einen Umsatz von über 130 Millionen Euro.

Herthas Verbindlichkeiten stiegen derweil von 21,22 Millionen auf 37,54 Millionen Euro. Dies führte Schiller auf geringere Vorauszahlungen durch Wirtschaftspartner der Berliner und ausstehende Forderungen - beispielsweise aus Transfers - zurück. Im operativen Ergebnis jedoch verzeichnete Berlin ein signifikantes Wachstum. Vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern stand ein Gewinn von elf Millionen Euro. Dies sind 3,9 Millionen Euro mehr als noch im Vorjahr.

Positive Nachrichten für Werder

Zum zweiten Mal hintereinander hat Werder Bremen ein Geschäftsjahr mit einem finanziellen Plus abgeschlossen. Wie die Hanseaten am Montag auf ihrer Mitgliederversammlung bekannt gaben, wurde im Geschäftsjahr 2016/2017 ein Überschuss von 700.000 Euro erwirtschaftet. Am Ende der Spielzeit 2015/2016 hatte der Gewinn bei 2,8 Millionen Euro gelegen.

"Wir bleiben trotz herausfordernder Zeiten zum zweiten Mal in Folge im positiven Bereich. Wir arbeiten daran, diese wirtschaftliche Wende auch in den kommenden Jahren zu bestätigen, um unserem Kerngeschäft Profifußball die bestmöglichen Voraussetzungen in einem immer härteren Konkurrenzkampf zu bieten", kommentierte Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung, die Bilanz.