Plakate gegen Dietmar Hopp
Plakate gegen Dietmar Hopp © Imago
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Beim Bundesliga-Spiel zwischen Köln und Hoffenheim erreichen die Beleidigungen gegen TSG-Mäzen Dietmar Hopp neue Dimensionen. Sein Anwalt fordert harte Konsequenzen.

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Die Beleidigungen gegen Dietmar Hopp nehmen immer üblere Formen an. Beim Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Köln und der TSG Hoffenheim (0:3) zeigten Fans der Gastgeber einmal mehr äußerst geschmacklose Plakate.

Auf einem Banner im Kölner Block war eine Karrikatur Hopps beim Geschlechtsverkehr abgebildet. Ein anderes zeigte den 77-Jährigen als rauchende Prostituierte. Auf einem dritten Spruchband war zu lesen: "Hopp ist kein Gegner, Hopp ist ein Feind!"

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Plakate gegen Dietmar Hopp
Plakate gegen Dietmar Hopp © Imago

Anlässlich des neuen Ausmaßes der Diffamierungen Hopps forderte dessen Anwalt Christoph Schickhardt harte Konsequenzen.

Hopp-Anwalt fordert Spielabsagen

"Wenn in Zukunft solche Plakate in den Kurven hängen, darf das Spiel nicht mehr angepfiffen werden - egal ob das Beschimpfungen gegen Dietmar Hopp, gegen Hannover-Präsident Kind, gegen Schiedsrichter, gegen Ralf Rangnick oder den DFB sind", sagte Schickhardt der Bild.

Auch Hoffenheims Sportdirektor Hansi Flick verurteilte die Aktionen aufs Schärfste. "Es ist einfach nur noch widerlich und nicht mehr zu akzeptieren. Wir werden auch Entschuldigungen des FC nicht mehr akzeptieren", stellte der Ex-DFB-Sportchef klar.

Plakate gegen Dietmar Hopp
Plakate gegen Dietmar Hopp © Imago

"Jeder wusste, was passiert. Es wurde sogar im Internet angekündigt", fügte Flick hinzu.

Köln verurteilt Aktionen

Bereits beim vergangenen Bundesliga-Spiel der Hoffenheimer gegen Borussia Mönchengladbach gab es Beleidigungen gegen Hopp. Der Geldgeber der TSG stellte daraufhin Anzeige - wie schon gegen Kölner Fans im April 2017, als diese ihn als Nazi verunglimpft hatten.

Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle reagierte auf Schickhardts Vorschläge in der Bild: "Ob ein Spiel allerdings unterbrochen oder abgebrochen werden muss, ist eine Fragestellung, mit der sich der DFB beschäftigen muss und nicht der FC."

Zudem distanzierte er sich von den Aktionen. "Wir haben uns vor dem Spiel klar positioniert und heißen all diese Dinge nicht gut", sagte Wehrle.