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Mönchengladbach - Bayern verliert erstmals nach neun Siegen, während Gladbach den Höhenflug fortsetzt. Jupp Heynckes dagegen schließt einen Verbleib über den Sommer hinaus aus.

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Böse Überraschung in der Heimat: Die Siegesserie von Bayern München ist ausgerechnet bei der Rückkehr von Trainer Jupp Heynckes zu seiner alten Liebe gerissen.

Der Bundesliga-Tabellenführer verlor den Klassiker bei Borussia Mönchengladbach mit 1:2 (0:2), zuvor hatten die Bayern alle neun Pflichtspiele unter Heynckes gewonnen. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

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Heynckes stellt klar: Keine Verlängerung bei Bayern

Vor Anpfiff gehörte die Bühne zunächst Heynckes, der in seiner Geburtsstadt von den Fans beider Klubs gefeiert wurde.

Für die Bayern ist eine Zusammenarbeit mit dem 72-Jährigen inzwischen sogar über das Saisonende hinaus denkbar. "Das halte ich für möglich", hatte Präsident Uli Hoeneß am Freitagabend nach der Jahreshauptversammlung gesagt und von einem "Glückszustand" gesprochen. (Der Spielplan der Bundesliga)

Nach dem Spiel stellte aber ein sichtlich genervter Heynckes auch nach dreimaliger Nachfrage gegenüber Sky klar, dass es keine Verlängerung geben wird: "Ich weiß nicht, warum Uli das gesagt hat. Ich habe gesagt, dass ich hier bis zum Sommer bin. Es gibt eine klare Vereinbarung, und dabei bleibt es. Da gibt es nichts dran zu rütteln. Ich will nicht jede Woche etwas dazu sagen müssen."

Ginter: "Haben uns nichts gefallen lassen"

Auf dem Rasen entwickelte sich indes vor 54.018 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park zunächst ein äußerst zähes Spiel.

Kurz vor der Pause wurde es dann turbulent. Erst berührte Niklas Süle den Ball im Strafraum mit der Hand, Hazard verwandelte den fälligen Elfmeter zu seinem fünften Saisontor.

Der Belgier war damit auch im zehnten Spiel in Folge an einem Treffer beteiligt. Fast im Gegenzug traf Lewandowski mit der Hacke den Pfosten (42.), ehe Ginter nach Pass von Stindl sogar auf 2:0 erhöhte.

Der Rekordmeister kam im 99. Bundesliga-Duell beider Teams durch Arturo Vidal (74.) nur noch zum Anschluss, der Vorsprung auf Verfolger RB Leipzig schmolz auf drei Zähler.

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"Die Arbeit gegen den Ball war super. Wir haben uns nichts gefallen lassen und immer dagegen gehalten, und dann braucht man auch das Quäntchen Glück", sagte Gladbachs Verteidiger Matthias Ginter.

Zweiter FCB-Anzug passt nicht

Auffallend: Der zweite Anzug des Rekordmeisters passt nicht. Das Fehlen der verletzten Franck Ribery, Arjen Robben, Thomas Müller, David Alaba, Manuel Neuer und Thiago war in Gladbach deutlich zu spüren.

Zur prominenten Verletztenliste gesellten sich am Samstagabend noch Juan Bernat (muskuläre Probleme im rechten Oberschenkel) und James (Verdacht auf Gehirnerschütterung), die beide vorzeitig ausgewechselt wurden.

Gladbachs Höhenflug geht hingegen weiter: Die Truppe von Dieter Hecking ist nun wettbewerbsübergreifend seit fünf Spielen ungeschlagen und nun Tabellenvierter.