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München - Mit Thomas Müller fällt ein Schlüsselspieler für Jupp Heynckes wochenlang aus. Wie reagiert der Bayern-Trainer auf die Verletzung des Weltmeisters?

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Hacke, Spitze, eins, zwei, drei ist eigentlich nichts für Thomas Müller. Eigentlich. In einer Situation beim Auswärtssieg beim Hamburger SV brach der Weltmeister aber ausnahmsweise mit seiner schnörkellosen Spielweise und setzte zu einem Hackenpass an.

Der Griff in die Trickkiste sollte fatale Folgen haben. Müller verletzte sich am rechten hinteren Oberschenkel und musste nur zehn Minuten nach seiner Einwechslung wieder vom Platz. Die Diagnose: Muskelfaserriss, mindestens drei Wochen Pause. Eine Hiobsbotschaft für Jupp Heynckes.

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Der neue, alte Trainer des FC Bayern hatte seinen Liebling gerade wieder aufgepäppelt und rechtzeitig für die erste heiße Phase der Saison in Form gebracht.

Jetzt verpasst der Leistungsträger aber nicht nur die zwei harten Aufgaben gegen Vizemeister RB Leipzig, sondern auch das Champions-League-Rückspiel bei Celtic Glasgow sowie das Spitzen-Duell mit Borussia Dortmund - und wirft die Frage auf: Wer macht den Müller? 

James noch nicht angekommen

James Rodriguez wäre die positionsgetreue Lösung. Die Leihgabe aus Madrid fühlt sich auf der Position hinter den Spitzen am wohlsten.

In Hamburg konnte der Kolumbianer aber keine Bewerbung für einen Stammplatz abgeben und wurde schon zur Halbzeit ausgewechselt. Tempo, Durchsetzungsvermögen, Kreativität - all das, was einen guten Spielmacher auszeichnet, fehlt James zurzeit.

Heynckes steckt daher in einer Zwickmühle. Gibt er dem lethargischen Star-Neuzugang die Chance, sich über weitere Einsätze Selbstvertrauen zu sammeln und ins Team zu spielen? Oder baut er in den Wochen der Wahrheit sein Mittelfeld um? 

Thiago kann die Müller-Position

Thiago kam bisher meist auf der Sechser-Position zum Einsatz, in der vergangenen Saison zeigte der Spanier in der Müller-Rolle aber starke Leistungen - wie etwa beim deutlichen 3:0 gegen RB Leipzig in der Allianz Arena, als er ein Tor erzielte.

Seine Gefahr im Abschluss stellte der Edeltechniker zuletzt erst wieder mit seinem Treffer gegen den SC Freiburg unter Beweis. Gut möglich, dass Heynckes den 26-Jährigen deshalb vorzieht und seine Doppelsechs verändert.

Der von seiner Schultverletzung wieder genese Javi Martinez dürfte dort gesetzt sein. Um die Position neben dem Heynckes-Liebling würden sich dann Sebastian RudyCorentin Tolisso und Arturo Vidal streiten. 

Rudy als großer Gewinner?

Gegen den HSV testete Heynckes Tolisso und Vidal. Ein Plan, der nur bedingt aufging. Tolisso erzielte zwar das Siegtor, doch sowohl er als auch Vidal offenbarten gegen die pressingstarken Hamburger Probleme im Passspiel.

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Anders als Rudy. Der neue Mann aus Hoffenheim erarbeitete sich mit seiner strukturierten und sicheren Spielweise schon unter Carlo Ancelotti einige Einsätze - und überzeugte auch bei dem gelungenen Champions-League-Einstand von Heynckes gegen Celtic (3:0) als Regisseur.

Der Nationalspieler könnte zum großen Gewinner werden. Es sei denn, Heynckes traut James trotz seiner schwachen Leistung in Hamburg den Durchbruch zu.