Leon Goretzka (m.) jubelt nach seinem Treffer zum 1:0
Leon Goretzka (m.) jubelt nach seinem Treffer zum 1:0 © Getty Images
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Berlin - Schalke beendet seine Serie von drei Spielen ohne Sieg in Berlin. Leon Goretzka bringt Königsblau auf die Siegerstraße, Hertha-Trainer Dardai ist bedient.

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Der FC Schalke 04 hat in der Bundesliga in die Erfolgsspur zurückgefunden.

Nach zuletzt drei sieglosen Spielen gewann das Team von Trainer Domenico Tedesco bei Hertha BSC mit 2:0 (0:0) und setzte sich in der Tabelle von den Berlinern ab, die ihre erste Saison-Heimniederlage kassierten. Den Führungstreffer erzielte Nationalspieler Leon Goretzka in der 54. Minute mit einem verwandelten Foulelfmeter. Zuvor war Amine Harit von Vladimir Darida von den Beinen geholt worden.

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Guido Burgstaller sorgte in der 78. Minute für die Entscheidung.

Schalke profitierte auch von einem Überzahlspiel, nachdem der Berliner Genki Haraguchi nach einem groben Foul an Burgstaller in der 44. Minute die Rote Karte gesehen hatte.(Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

"Stark und aggressiv aufgetreten"

"Wir haben es schon gegen elf Berliner gut gemacht, haben aber noch die letzte Konsequenz vermissen lassen", sagte Goretzka, der die Königsblauen mit seinem verwandelten Elfmeter auf die Siegerstraße gebracht hatte.

"Ich hab in vielen Interviews angesprochen, dass ich Verantwortung übernehmen will. Man muss Taten folgen lassen, deshalb habe ich den Ball genommen", erklärte der Mittelfeldspieler.

Burgstaller ergänzte: "Die ganze Mannschaft ist heute stark aufgetreten, aggressiv gegen den Ball."

(Alle Highlights der Partie am Sonntag um 9.30 Uhr und 13.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1)

Tedesco überrascht mit Startformation

Hertha-Trainer Pal Dardai war nach der Partie bedient. "Heute ist alles schiefgelaufen. Wenn wir mehr Zeit zum Trainieren haben, sieht das besser aus. So war es eine verdiente Niederlage", sagte der Ungar bei Sky.

Schalke-Trainer Tedesco überraschte mit seiner Startaufstellung. Als alleinigen Sechser setzte er den nur 1,73 Meter großen und gelernten Offensivspieler Max Meyer ein, der seine Sache gut machte. Bei Hertha saß Toptorschütze Mathew Leckie nach seiner strapaziösen Reise zu den WM-Qualifikationsspielen in Asien zunächst nur auf der Bank. (Tabelle der Bundesliga)

Hertha solidarisiert sich mit US-Sportlern

Die Herthaner setzten vor Anpfiff der Partie ein Zeichen gegen Rassismus, als die komplette Mannschaft und der Betreuerstab niederknieten. Damit zeigten sich die Hauptstädter solidarisch mit den Protesten gegen Rassismus und Diskriminierung in den USA.

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Schalke war zwar von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft mit deutlich mehr Ballbesitz, aber zwingende Torchancen sprangen dabei kaum heraus. Die beiden Stürmer Burgstaller und Franco di Santo wurden zu oft mit dem Rücken zur Abwehr angespielt. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Die Berliner lauerten vor 50.590 Zuschauern fast ausschließlich auf Fehler der Schalker, um dann zu kontern. Doch diese Taktik ging lange Zeit nicht auf, in der ersten Halbzeit erspielte sich das Team von Trainer Pal Dardai nicht eine einzige Torchance. Der Platzverweis von Haraguchi, der bei seiner Grätsche den Knöchel von Burgstaller traf, machte es für die Hausherren nicht einfacher.

Dardai fand deutliche Worte zum Platzverweis des Japaners: "Übermotivierte Spieler zu bremsen ist sehr schwierig. Das ist nicht der erste Fall, wo er so reingrätscht. Er ist müde und schmeißt sich dann so rein."

Selke mit gemischten Gefühlen nach Hertha-Debüt

Dardai reagierte und brachte zur zweiten Hälfte Leckie und Davie Selke, der nach überstandener Fußverletzung sein Debüt im Hertha-Trikot feierte. Das Spiel machten zunächst aber wieder die Königsblauen. Beim Strafstoß zur Schalke-Führung bekam Hertha-Torhüter Rune Jarstein zwar noch die Hände an den Ball, verhindern konnte er Goretzkas drittes Saisontor aber nicht.

Rückkehrer Selke sah seine Hertha-Premiere mit gemischten Gefühlen: "Der Elfmeter war der Knackpunkt. Ich hab mich auf mein Debüt gefreut und hätte mir einen Sieg für die Fans gewünscht, aber das war leider nicht drin."