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München - Traum-Comeback für Jupp Heynckes als Bayern-Coach: Der Rekordmeister schlägt den SC Freiburg klar. Ganz zufrieden ist Heynckes aber nicht.

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Jupp Heynckes hat eine triumphale Rückkehr auf die Bundesliga-Bühne gefeiert.

Der 72-Jährige führte den FC Bayern München bei seinem Comeback auf der Trainerbank zu einem verdienten 5:0 (2:0) gegen den SC Freiburg. Allerdings versprühte der deutsche Rekordmeister auch unter Heynckes nur phasenweise Glanz.

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(Alle Highlights der Partie am Sonntag um 9.30 Uhr und 13.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1)

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"Wir haben über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht, aber in der ersten Halbzeit auch drei Chancen zugelassen. Das darf uns nicht passieren. Wir müssen sicherer sein, kompakter sein und dürfen in der Vorwärtsbewegung keine Bälle verlieren", sagte Heynckes kritisch nach dem Abpfiff bei Sky.

Hummels moniert "ein paar Wackler"

Ein Eigentor von Freiburgs Kapitän Julian Schuster (8.) und der erste Saisontreffer von Kingsley Coman (42.) sorgten in Hälfte eins für eine beruhigende Führung.

Thiago (63.), Robert Lewandowski (75.), der zum neunten Mal traf, und Joshua Kimmich (90.+3) erledigten den Rest. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Es hat Spaß gemacht. Natürlich sieht ein 5:0 immer gut aus, aber es waren auch ein paar Wackler drin", resümierte Mats Hummels.

Sorge um Martinez

Es gab aber auch einen Wermutstropfen. Die Bayern verloren den Defensivspezialisten Javi Martinez, der nach einem Zusammenprall mit Florian Niederlechner mit einer Verletzung an der rechten Schulter ausgewechselt werden musste (67.).

"Ich kann noch keine Auskunft über Javi geben. Aber wenn er sich auswechseln lässt, dann ist es schon bedenklich", sagte Heynckes.

"Don Jupp" wurde vor seinem 1012. Bundesliga-Spiel von 75.000 Fans in der ausverkauften Allianz Arena schon bei der Verlesung der Mannschaftsaufstellungen frenetisch gefeiert. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

Es gab Sprechchöre und vereinzelte Plakate zu Ehren des Mannes, der die Münchner 2013 zum einzigen Triple der Klubgeschichte geführt hatte - und danach vorübergehend in Rente gegangen war. (Tabelle der Bundesliga)

Ulreich verhindert Freiburg-Führung

1596 Tage nach seinem Abschied beim DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart (3:2) bot Heynckes noch fünf Spieler der damaligen Startelf auf und ließ im gewohnten 4-2-3-1-System spielen.

Martinez gab dort wie erwartet den Sechser vor der Abwehr, der sich beim Aufbau oft zwischen die Innenverteidiger Jerome Boateng und Hummels fallen ließ.

Die Freiburger Fünferkette sollte mit hohem Pressing zu Fehlern gezwungen werden, was koordinierter wirkte als unter Carlo Ancelotti. Außerdem gehörten Flanken zum Matchplan.

"Wir haben den Fußball nicht neu erfunden, aber die Mannschaft ist gut mit den Vorgaben des Trainers zurechtgekommen", sagte Kapitän Thomas Müller im Nachhinein.

Die erste Chance hatte aber der in München in jetzt 18 Spielen sieglose SC, als Ryan Kent von Sven Ulreich gestoppt wurde (6.).

Eigentor bringt Bayern in die Spur

Eine scharfe Hereingabe von David Alaba brachte dann die Münchner Führung: Schuster spitzelte den Ball unglücklich vor dem einschussbereiten Müller ins eigene Tor. 

"Ich glaube, ich führe die Torjägerliste jetzt an", meinte Schuster, der bereits am vergangenen Spieltag ein Eigentor erzielt hatte, sarkastisch.

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Heynckes jubelte nach der Führung ausgelassen. In der Folge sah er seine Bayern dominieren, jedoch ging ihnen dabei mehr und mehr das Tempo verloren.

Freiburg schöpfte noch einmal Mut und hatte durch Mike Frantz die Chance zum Ausgleich (35.). Erst Comans Flugkopfball aus elf Metern zum 2:0 nach zu kurzer Abwehr von SC-Torwart Alexander Schwolow brachte dem Rekordmeister Ruhe.

Schiedsrichter nimmt Elfmeter zurück

In der zweiten Halbzeit coachte Heynckes phasenweise engagierter, fehlten seiner Mannschaft doch etwas Leidenschaft und Brillanz.

Eher gleichgültig nahm er die Entscheidung von Schiedsrichter Frank Willenborg (Osnabrück) zur Kenntnis, den Bayern nach Ansicht der Fernsehbilder einen Handelfmeter zu verweigern (60.).

Thiagos Flachschuss aus 25 Metern machte kurz darauf alles klar. Kimmich rundete die souveräne Vorstellung in der Nachspielzeit mit einem sehenswerten Hackentreffer ab.