Schalkes Trainer Domenico Tedesco verblüfft selbst seine eigenen Spieler
Schalkes Trainer Domenico Tedesco verblüfft selbst seine eigenen Spieler © Getty Images
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Am Freitag eröffnet Schalke gegen den FSV Mainz den 9. Spieltag. S04-Coach Domenico Tedesco lässt sich nicht in die Karten schauen.

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Domenico Tedesco lässt sich nicht in die Karten schauen. Die Zehn auf die Sechs, die Sechs nach hinten: Der Trainernovize hat beim Bundesligisten Schalke 04 die Mannschaft durchgemischt - mit Erfolg, denn die Königsblauen haben im Heimspiel am Freitag (20.30 Uhr im LIVETICKER) gegen den FSV Mainz 05 die Spitzengruppe im Visier. Wer dabei wie - und vor allem wo - mithilft, will der 32-Jährige aber nicht verraten.

"Wir sind in der Lage, mehrere Systeme zu spielen. Da sind wir nicht festgenagelt", sagte Tedesco, als er nach der taktischen Ausrichtung gefragt wurde. Beim 2:0 bei Hertha BSC am vergangenen Samstag hatte U21-Europameister Max Meyer auf der ungewohnten Sechser-Position geglänzt - als zweikampfstarker Ballverteiler. Eine völlig neue Rolle für den technisch starken Dribbler, der als klassischer Zehner galt.

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Tedesco überrascht eigenes Team

Gegen Mainz könnte schon wieder alles ganz anders sein, denn die zuletzt angeschlagenen Sechser Nabil Bentaleb und Weston McKennie sind laut Tedesco wieder fit für die Startelf. Mit seiner Entscheidung, wen er wohin verschiebt, überrascht der Trainer sogar die Spieler. "Bei uns gibt es aktuell keine Stammelf", sagte Stambouli.

Tedescos Taktikkniffe inklusive Personalrochaden greifen langsam immer besser. Nach dem Sieg in Berlin hat Schalke gegen Mainz und eine Woche später gegen den VfL Wolfsburg die Chance, sich mit zwei Heimsiegen in der Spitzengruppe festzusetzen. So weit will Tedesco aber noch nicht schauen. "An Wolfsburg denken wir genauso wenig wie an Weihnachten, auch wenn es in den Läden schon Dominosteine gibt", meinte er schmunzelnd.

Der Bundesliga-Neuling trifft in den beiden Heimspielen ausgerechnet auf zwei Trainerkollegen, die ebenfalls von Christian Heidel entdeckt wurden. Der Schalker Sportvorstand, der im Sommer Tedesco überraschend zum Nachfolger von Markus Weinzierl machte, hatte in Mainz Sandro Schwarz zunächst zum Profi und später zum Nachwuchstrainer gemacht. "Wir haben eine enge Verbindung", sagte der 39-Jährige, der seit Juli Chefcoach der Rheinhessen ist.