1. FC Koeln v Hertha BSC - Bundesliga
1. FC Koeln v Hertha BSC - Bundesliga © Getty Images
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Köln - Jörg Schmadtke nennt Gründe für Kölns Krise, räumt Versäumnisse in der Transferpolitik ein und widerspricht Gerüchten über Probleme mit Trainer Peter Stöger.

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Der 1. FC Köln steckt tief in der Krise.

Gerade mal einen Punkt hat der FC als abgeschlagener Tabellenletzter nach acht Spielen auf dem Konto - dennoch steht Trainer Peter Stöger weiterhin nicht zur Debatte.

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Keine Diskussion um Stöger

"Dramatisch wäre ein interner Bruch oder eine brachliegende Spielanlage", sagte Kölns Sportchef Jörg Schmadtke am Sonntag bei Sky: "Aber das ist nicht der Fall, und deshalb gibt es auch keine Trainerdiskussion."

Das 1:2 (0:1) beim VfB Stuttgart am Freitag, die siebte Niederlage im achten Saisonspiel, war in jeder Hinsicht niederschmetternd, keine Mannschaft ist in der Bundesliga je schlechter gestartet. Und doch will man weitermachen mit dem Trainer, der den Verein in den vergangenen vier Jahren aus der zweiten Liga in den Europacup geführt hat.

Wieder Pech mit dem Videobeweis

Das Spiel in Stuttgart erklärte nun in rund 90 Minuten ziemlich gut, warum der 1. FC Köln nur Monate nach der besten Saison seit einem Vierteljahrhundert plötzlich den Abstieg fürchten muss.

Trotz großer Dominanz und vieler Chancen zu Beginn traf die Mannschaft das Tor nicht, spielte dann fehlerhaft und unsortiert, geriet gleich in Rückstand. Und am Ende sorgte wieder einmal der Videobeweis für hitzige Diskussionen. Und das nicht zum ersten Mal.

"Wenn man oberflächlich drauf schaut, dann kann den Eindruck haben, dass sich alles gegen uns verschworen hat", sagte Schmadtke, betonte aber: "Wir müssen die Situation annehmen und das Beste daraus machen."

Transferpolitik: Schmadtke selbstkritisch 

Das Pech mit den Schiedsrichterentscheidungen ist aber bei weitem nicht der einzige Grund für nur einen Punkt und eine Tordifferenz von 3:17. Nach dem Abgang von 25-Tore-Stürmer Anthony Modeste wurde offensiv nicht ausreichend nachgebessert.

"Es spielen mehrere Faktoren eine Rolle, ein Faktor ist auch die Transferpolitik", räumte Schmadtke ein. Daraus ergebe sich allerdings eine "charmante Situation: Relativ viel Kritik fokussiert sich auf mich. Dadurch haben Mannschaft und Trainer mehr Ruhe".

Ohnehin gebe es die vermuteten Probleme zwischen dem Sportchef und Stöger laut Schmadtke nicht: "Diese Mär wird permanent wiederholt, dadurch wird sie aber nicht richtiger."

Man will Einigkeit demonstrieren, viel Zeit zum Wundenlecken bleibt nicht. Bereits am Donnerstag geht es in der UEFA Europa League bei BATE Borissow weiter, dann kommt in der Liga am Sonntag Werder Bremen zum Kellerduell.