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Olaf Meinking kann die einseitige Kritik von Hans-Joachim Watzke an Thomas Tuchel nicht verstehen. Er beklagt sich, dass mit zweierlei Maß gemessen wurde.

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Nach den deutlichen Aussagen von Hans-Joachim Watzke gegenüber Thomas Tuchel hat dessen Berater Olaf Meinking Unverständnis geäußert.

"Es wurde den Spielern zugestanden, ihre Gefühle nach dem Monaco-Spiel zu schildern, aber warum dann nicht dem Trainer, der ja für die Spieler gesprochen hat? Warum zweierlei Maß? Warum trifft die Kritik eigentlich nur Tuchel?", fragte der Berater in der Bild am Sonntag.

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Watzke übt harte Kritik

Geschäftsführer Watzke hatte zuvor im Spiegel heftige Kritik an Borussia Dortmunds Ex-Coach geäußert, nachdem dieser sich über die Neuansetzung des Monaco-Spiels beklagt hatte. "Es war, als hätte Mike Tyson dir aus dem Nichts eine vor den Kopf geballert", meinte Watzke.

Allerdings hatten auch Spieler die Neuansetzung kritisiert, so sagte Verteidiger Sokratis: "Wir wurden wie Tiere behandelt."

Meinking kann das Verhalten von Tuchel hingegen verstehen. "Der Anschlag war ein völlig unvorhersehbares Ereignis, auf das einfach keiner vorbereitet sein konnte. Viele Dinge mussten sehr schnell entschieden werden. Alle waren unter starkem Druck."

"Thomas hat richtig gehandelt"

Das Wort Fehler möchte er wegen der Eigendynamik der Vorfälle deswegen nicht benutzen. "Für mich ist wichtig: Thomas war immer ehrlich, immer authentisch. Das kann ich immer nur wiederholen. Thomas kann sich nichts vorwerfen lassen. Er hat richtig gehandelt."

Tuchel befindet sich nach seinem Rauswurf beim BVB in einem mehrwöchigen Urlaub im Süden, berichtet die Bild. Die Entlassung habe er laut Meinking gut verkraftet.

"Thomas hat gezeigt, dass er unter starkem Druck sehr erfolgreich arbeiten kann. Und dass er Nehmer-Qualitäten hat. Thomas hat sich nicht unterkriegen lassen. Auch jetzt nicht", sagte der Berater.