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Der Streit um Stürmer Emil Forsberg setzt sich fort. Nun reagiert dessen Berater Cetinkaya auf eine Aussage von RB Leipzig-Boss Mintzlaff äußerst verärgert.

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Der Ärger um den schwedischen Nationalspieler Emil Forsberg von Vizemeister RB Leipzig nimmt immer schärfere Züge an. Nach dem Machtwort von Geschäftsführer Oliver Mintzlaff mit Verweis auf die Vertragslaufzeit von Forsberg (bis 2022) konterte nun dessen Berater. "So eine arrogante Art habe ich noch nie erlebt. Ich weiß, wie lange Emil Vertrag in Leipzig hat", sagte Hasan Cetinkaya der Fußball Bild: "Fest steht, Emil möchte den nächsten Schritt in seiner Karriere machen."

Forsberg will offenbar nach Mailand

Forsberg hatte vor einigen Tagen öffentlich vom italienischen Traditionsklub AC Mailand geschwärmt und sich für eine "fantastische Zeit in Leipzig" bedankt: "Um alles andere kümmert sich mein Agent." Leipzig hingegen will den Spielmacher unter keinen Umständen abgeben, hat zudem Rückenwind durch die Starterlaubnis in der Champions League.

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Zuvor hatte Mintzlaff schon deutliche Worte gewählt: "Falls der Berater vergessen hat, wie lange Emil bei uns Vertrag hat, dann werden wir ihm schnell eine entsprechende Kopie zusenden können." Darauf reagierte Berater Cetinkaya nun gereizt und kritisierte zudem die Verpflichtung von Bruma, der ebenfalls auf Forsbergs Position spielen kann. "Ein Spieler, über den sein ehemaliger Trainer nichts Gutes sagt. Ich bin sehr verwundert, dass er geholt wurde", sagte Cetinkaya weiter.

Auch Liverpool ein mögliches Ziel

Ob die Forsberg-Seite ihre Wechselambitionen (auch Jürgen Klopps FC Liverpool gilt als mögliches Ziel) jetzt wirklich einstellt, bleibt abzuwarten.

Ein letztes Druckmittel hätten sie noch in der Hinterhand: Sollte der Schwede am 11. Juli verärgert, ja vielleicht sogar lustlos zum Training erscheinen, könnte RB bei einem sehr guten Angebot vielleicht doch noch ins Grübeln geraten. Noch aber gilt die klare Aussage von Mintzlaff und RB-Sportdirektor Ralf Rangnick: "Wir werden keinen Leistungsträger abgeben."

Sinneswandel sorgt für Kopfschütteln

Forsbergs Sinneswandel sorgt klubintern für Kopfschütteln. Nach seiner Vertragsverlängerung hatte der 25-Jährige noch geschwärmt, wie gut ihm und seiner Ehefrau Shanga das Projekt RB und die Stadt Leipzig gefallen würden. Das Abenteuer Champions League hätte den Spielmacher eigentlich noch enger an den Klub binden sollen. Doch das Gegenteil scheint der Fall.

Mit seinen Wechselwünschen büßt der blonde Schwede an Beliebtheit bei den Fans ein, auch im Team dürfte das Theater schlecht ankommen. Sollte er bleiben, wird der Druck für Forsberg deutlich größer. Ein unzufriedener Schlüsselspieler ist Gift für jede Mannschaft. Beide Seiten sollten also eigentlich Interesse daran haben, das "Wechsel-Ping-Pong" zu beenden.