Oliver Kahn hütete von 1994 bis 2008 das Tor des FC Bayern
Oliver Kahn hütete von 1994 bis 2008 das Tor des FC Bayern © Getty Images
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Oliver Kahn wünscht sich mehr Konkurrenz im Kampf um den Titel in der Bundesliga. Der ehemalige Welttorhüter schlägt die Abänderung einer DFL-Regel vor.

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Wie kann man den Kampf um den Titel in der Bundesliga wieder spannender machen? Oliver Kahn hat einen möglichen Lösungsansatz vorgeschlagen. 

Der ehemalige Weltklasse-Torhüter des FC Bayern sprach sich für eine Änderung der Vorschriften der Deutschen Fußball-Liga (DFL) aus. "Vielleicht wäre eine Anpassung der 50+1-Regel ein möglicher Weg. Seriöse Investoren sind ja per se nichts Schlechtes, sondern zunächst einmal daran interessiert, einen Verein wirklich besser zu machen", sagte Kahn im Inteview mit der Welt

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Die 50+1-Regel verhindert, dass deutsche Profi-Klubs zu mehr als 49 Prozent von Investoren übernommen werden können. Damit ist allerdings häufig auch die Höhe der Finanz-Spritzen durch externe Geldgeber beschränkt. Weil Bayern die Meisterschaft in den letzten fünf Spielzeiten meist ohne ernst zu nehmende Gegenwehr eingefahren hatte, machte Kahn nun seinen Vorschlag. 

Die Münchner seien "den anderen deutschen Vereinen meilenweit enteilt. Deshalb habe ich mich zuletzt immer wieder gefragt, wie wir mal wieder eine echte Titelkonkurrenz mit drei, vier Spitzenklubs in der Bundesliga erreichen können?" 

Denn mehr Gegner auf Augenhöhe sei für die Bundesliga von großer Bedeutung: "Allerdings wäre es enorm wichtig, wenn es zwei, drei Klubs in der Bundesliga geben würde, die den Bayern auf Augenhöhe begegnen und sie sogar mal wieder zum Jäger machen. Denn sonst ist es für ausländische Spieler wenig reizvoll, sich für die Bundesliga zu entscheiden, wenn der Wettbewerb dermaßen langweilig wird.