Jewgeni Konopljanka hat sich mit Schalkes Trainer Weinzierl angelegt
Jewgeni Konopljanka hat sich mit Schalkes Trainer Weinzierl angelegt © Getty Images
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München - Mit der "Feigling"-Aussage über Markus Weinzierl schießt sich Yevhen Konoplyanka endgültig ins Abseits. Eine Suspendierung ist aus Schalker Sicht aber keine Option.

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Eine Zukunft in beim FC Schalke 04 besitzt Yevhen Konoplyanka schon lange nicht mehr - erst recht nicht nach seinem Frontal-Angriff gegen Markus Weinzierl, in dem er den Coach unter anderem als "Feigling" bezeichnet hatte.

Eine Suspendierung macht aus Schalker Sicht keinen Sinn, schließlich wollen die Knappen mit ihrem Millionen-Flop noch ordentlich Geld machen.

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"Er wird eine saftige Geldstrafe bekommen. Das geht so nicht", kündigte Manager Christian Heidel als erste Konsequenz in der Sport Bild an.

Eine Trennung könnte zeitnah erfolgen, allerdings nicht zum Nulltarif. Nach Angaben der WAZ laufen derzeit Verhandlungen mit einem internationalen Spitzenklub. "Der Markt gibt das her", glaubt Heidel noch an eine stolze Ablöse.

Es wäre aus Schalker Sicht der versöhnliche Abschluss eines von Beginn an von Irrungen und Wirrungen geprägten Kapitels.

Auf den ersten Blick ein guter Deal

Noch im vergangenen Sommer hatten viele Leute Heidel auf die Schulter geklopft.

Den ukrainischen Flügelflitzer als Sane-Ersatz für ein Jahr vom FC Sevilla auszuleihen mit Kaufoption - das schien nach außen hin nach einem guten Deal zu klingen. Und so wurde dieser auch von den S04-Verantwortlichen deklariert.

Schnell wurde allerdings deutlich, dass der Trainer gar nicht auf den 27-Jährigen setzen würde.

Weinzierl setzte den Nationalspieler immer wieder auf die Bank, immer öfters sogar auf die Tribüne. Anfangs hieß es, die Systemumstellung auf die Fünfer-Kette und sein mangelndes Defensivverhalten seien schuld daran.

Leihe als getarnter Kauf

Doch auch nach der Umstellung auf eine Viererkette und trotz vieler Ausfälle blieb der Durchbruch für Konoplyanka aus.

Und dann überraschte Heidel Ende Februar nach einem 1:1 beim 1. FC Köln erneut. "Wir würden und wollen ihn gerne behalten", sagte er über die Zukunft des Stürmers.

Und die vielen Schulterklopfer fragten sich nun: Warum gibt man 12,5 Millionen Euro für einen Spieler aus, der beim Trainer gar nicht gefragt ist? Ganz einfach: Schalke hatte keine andere Wahl.

Erst zuletzt kam heraus, dass die einjährige Ausleihe in Wahrheit ein getarnter Kauf war mit Vertrag bis 2020. Nach Informationen des kicker sollen steuerliche Gründe ausschlaggebend gewesen sein.

Sollte es Heidel tatsächlich gelingen, seinen Fehleinkauf mit einem Gewinn oder einem minimalen Verlust loszuwerden, werden ihm vielleicht wieder einige auf die Schulter klopfen.