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Mats Hummels kann sich eine Rückkehr zu Borussia Dortmund definitiv vorstellen. Die Terminierung der BVB-Partie gegen Monaco sieht er äußerst kritisch.

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Im vergangenen Jahr verließ Mats Hummels Borussia Dortmund nach sieben Jahren in Richtung FC Bayern.

Ein Abschied für immer? Nicht für den Weltmeister.

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Hummels verriet bei der Talkshow "Schulz&Böhmermann" auf ZDF-Neo, dass er sich eine Rückkehr zum BVB vorstellen könnte. "Theoretisch klar. Auch wenn ich das nicht hätte sagen sollen, aber ja", erklärte der Verteidiger, dessen Vertrag in München bis 2021 läuft.

Der 28-Jährige spielte in der Jugend für den FC Bayern, bevor es ihn 2009 zum BVB zog. Vor einem Jahr entschied sich Hummels für eine Rückkehr - auch, weil er seinen Lebensmittelpunkt wieder in die bayerische Landeshauptstadt verlegen wollte. Der Deutsche Meister überwies 35 Millionen Euro Ablöse an den BVB.

Dass er mit dem Rekordmeister in unteren Tabellenregionen spielen würde, war von vornherein ausgeschlossen - trotzdem gewinnt Hummels dem Kampf um den Klassenerhalt viele ab.

"Ich habe vor ein paar Wochen mal zu einem Freund gesagt: Ich würde gerne mal gegen den Abstieg spielen. Wir haben das ja mal gemacht mit Dortmund, 2014 nach der WM waren wir auf einmal Achtzehnter. Es war cool, wenn man rauskommt, ich weiß nicht, ob es so cool ist, wenn man runtergeht."

Hummels springt Tuchel zur Seite

Außerdem sprang Hummels seinem Ex-Coach Thomas Tuchel bei der Terminierung des Nachholspiels gegen den AS Monaco zur Seite.

"Ich fand's auch krass, ich hätte es nicht gespielt, ich hätte es nicht angesetzt. Es ist natürlich die Frage, ob es eine Alternative gab zu spielen oder rausfliegen, ob es toleriert worden wäre. Aber in meinen Augen hätte man eine Pause machen müssen", sagte Hummels.

Nach dem Terroranschlag auf den BVB-Mannschaftsbus musste Dortmund bereits einen Tag später zum Nachholspiel in der Champions League antreten. Ex-Trainer Tuchel beklagte sich darüber öffentlich, die Aussagen führten zu großem Zoff mit den Verantwortlichen von Borussia Dortmund.

Terminprobleme bei Klopps Geburtstagsfeier

Hummels hält die schnelle Neuansetzung für falsch: "Ich weiß nicht, ob es organisatorisch oder finanziell schwierig geworden wäre. Aber ich denke, dass da schon Interessen mitspielen, die dann höher eingeordnet werden, als das was die, die dort drin gesessen haben, gefühlt haben und das ist schon schade."

Der 28-Jährige erklärte zudem, dass er bei der Feier zu Jürgen Klopps 50. Geburtstag nicht dabei sein kann.

"Am 15.06. ist seine Feier. Ich weiß nicht, er weiß das ja bestimmt, das ist keine Überraschungsfeier. Und er musste sich unbedingt dafür meinen Hochzeitstag aussuchen, weswegen ich nicht kommen kann", bedauert Hummels die Absage. Die Feier mit seinem langjährigen Trainer will er aber auf jeden Fall nachholen.