Bayern Muenchen v SC Freiburg - Bundesliga
Bayern Muenchen v SC Freiburg - Bundesliga © Getty Images
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München - Die Münchner "Schickeria" wirft dem FC Bayern "teils sicherheitsgefährdende Maßnahmen" zur Prävention eines Platzsturms beim letzten Bundesligaspiel vor.

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Die Münchner Ultragruppe "Schickeria" hat schwere Vorwürfe gegen den FC Bayern erhoben.

In einer auf der Webseite der Südkurve München veröffentlichten Stellungnahme zum letzten Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Freiburg kritisierte die Gruppe die "teils sicherheitsgefährdenden Maßnahmen" zur Prävention eines Platzsturms scharf.

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Demnach sollen die Fluchttore zum Spielfeld im gesamten Stadion verschlossen gewesen sein. Es "wäre interessant zu erfahren, ob das im Sicherheitskonzept für den Spieltag in dieser Form so berücksichtigt war und für die Zuschauer im Unterrang alternative Fluchtwege zur Verfügung standen", hieß es in dem Schreiben.

Schmierseife am Zaun?

Zudem sollte offenbar der Zaun "zumindest stellenweise" mit Schmierseife eingerieben werden, um das Überklettern zu erschweren. Darüber hinaus sei das Fangnetz an einigen Stellen mit Metallkabelbindern am Zaun fixiert worden.

Der Rekordmeister war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Ferner erneuerte die "Schickeria" die bereits im Vorfeld der Partie geäußerte Kritik an der vom Klub eingekauften Choreographie anlässlich Philipp Lahms Abschied.

"Wieso brauchte es diese bezahlte Choreographie, obwohl man seit einigen Jahren weiß, dass dies von weiten Teilen der Fanszene als absoluter Affront verstanden wird?", warf die "Schickeria" die Frage auf.

Spieler feiern lieber mit Familie statt mit Fans

Der Ablauf der durchchoreographierten Meisterfeier stieß den Fans ebenfalls sauer auf. Der treue Anhang der Südkurve merkte kritisch an, dass ihre Stars lieber mit ihren Familien auf dem Rasen feierten, anstatt sich ausgiebig vor ihrer Kurve blicken zu lassen.

"Bei allem Respekt vor den Familien der Spieler, aber wir verstehen nicht, wieso die sofort vor die Kurve kommen", so die "Schickeria": "Die Fans feiern gerne von der Tribüne aus mit der Mannschaft, aber wenn sich jeder Spieler um Frau und Kinder kümmert, dann funktioniert das eben nicht."