A person holds a poster asking for buyin
A person holds a poster asking for buyin © Getty Images
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München - Zwischen einem Zweitticket-Händler und dem FC Bayern München schwelt ein Rechtsstreit. Es geht darum, wo Fans Tickets erwerben dürfen und wo nicht.

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Ein gewerblicher Zweitticket-Händler aus Berlin ist gegen den FC Bayern München vor Gericht gezogen, um gegen die strengen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) bei Ticketverkäufen vorzugehen.

Streitpunkt ist die sogenannte Zweitverwertung von Eintrittskarten. Der FC Bayern verbietet es, Tickets über eBay und Zweitticket-Portale zu verkaufen.

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Dafür bietet der Klub auf seiner Website ein eigenes Zweitverwertungs-Portal an, um horrende Schwarzmarkt-Preise zu verhindern. Bei Verstößen kann der Verein die Tickets sperren und Geldstrafen aussprechen.

Für Kläger Tobias W. bedeutet das: Kunden, die bei ihm ein Ticket kaufen, kommen womöglich nicht ins Stadion.

Keine BVB-Fans im Bayern-Block

"Das Problem würde sich lösen lassen bei eindeutiger Personalisierung", zitiert die tz den Anwalt des Händlers, Nicolai Walch. Bis vier Stunden vor Spielbeginn könnten die Karten dann noch übertragen werden.

Bayern-Anwalt Felix Holzhäuser meinte jedoch, dass der Vorschlag nicht umsetzbar sei, da sonst 75.000 Ausweise kontrolliert werden müssten.

Außerdem betonte er: "Wir wollen bestimmte Gruppen im Stadion haben – nicht jeden, der ein Ticket in der Hand hat. Wir wollen nicht, dass ein Dortmund-Fan im Bayern-Block steht."

Eine Entscheidung, wer den Prozess gewinnt, wird am 19. Juli getroffen. Noch hält sich die Kammer des Landesgerichts bedeckt über den Ausgang.