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Claudio Pizarro wird definitiv nicht mehr für Werder Bremen spielen. Trainer Alexander Nouri verschafft dem Torjäger ein unrühmliches Ende.

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Der erfolgreichste ausländische Torjäger der Bundesliga-Geschichte hat keine Zukunft mehr bei seinem Herzensklub Werder Bremen.

Claudio Pizarros Tage an der Weser sind gezählt, Trainer Alexander Nouri lud den 38-Jährigen, dessen Vertrag in Bremen ausläuft, nicht mehr zum Trainingsauftakt der Grün-Weißen ein. Das berichtet die Sport Bild.

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Einfacher Grund: Pizarro ist zu alt. Damit könnte die legendäre Bundesligakarriere des Südamerikaners, der für Bremen und den FC Bayern München insgesamt 190 Tore in der höchsten deutschen Spielklasse erzielte, für immer vorbei sein.

Manager und Ex-Teamkollege Frank Baumann hatte schon frühzeitig angedeutet, dass der Klub für Pizarro keine Verwendung mehr haben dürfte: "Wir haben aktuell schon sechs Stürmer unter Vertrag, wenn Claudio dazukommen würde, wäre er der Siebte und da muss es einfach Sinn machen", sagte er etwa Anfang Juni.

Unglücklicher Abschied aus der Bundesliga

"Pizza" wechselte 1999 von Alianza Lima nach Bremen und schoss sich mit 29 Toren in 56 Spielen bereits in seinen ersten beiden Jahren bei Werder in die Herzen der Fans.

Danach sicherte sich der FC Bayern die Dienste des Instinktstürmers - ein Glücksgriff. Zwischen 2001 und 2007 wurde Pizarro mit den Bayern dreimal Double-Sieger, holte gleich in seinem ersten Jahr den Weltpokal. In 174 Spielen für den FCB kam der Peruaner auf 71 Treffer.

Nach einem erfolglosen Zwischenspiel beim FC Chelsea flüchtete der Mittelstürmer zurück nach Bremen, wo er sofort wieder in Tritt kam und Werder zum DFB-Pokalsieg schoss. Mit weiteren 43 Treffern für Werder überflügelte der Peruaner in seiner zweiten Werder-Zeit endgültig Giovane Elber als besten ausländischen Torschützen in der höchsten deutschen Spielklasse.

Als es Pizarro mit 33 Jahren ein zweites Mal zum FC Bayern zog, schien seine Zeit an der Weser bereits endgültig beendet.

Doch nach weiteren drei Jahren beim Rekordmeister, in denen der Vollblutstürmer nur noch selten zum Zug kam, heuerte Pizarro tatsächlich noch ein drittes Mal in Bremen an und steuerte auch im hohen Profialter noch 15 Tore in 47 Partien bei, die Werder beispielsweise in der Saison 2015/16 vor dem Absturz in die zweite Liga bewahrten.