Die Drittliga-Saison soll zu Ende gebracht werden - auch wenn einige Klubs dagegen sind
Die Drittliga-Saison soll zu Ende gebracht werden - auch wenn einige Klubs dagegen sind © Imago
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Die Pläne des DFB zur Fortsetzung der Saison stellen offenbar viele Drittligisten vor Probleme. Preußen Münster ergreift nun trotz Bedenken wichtige Maßnahmen.

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Drittligist Preußen Münster hat seinen Mannschaftsarzt Cornelius Müller-Rensmann trotz starker Bedenken zum Hygienebeauftragten ernannt.

"Wir müssen uns leider dem Willen des DFB beugen und den Spielbetrieb wieder aufnehmen", sagte der Sportmediziner in einer Mitteilung des Vereins am Freitag: "Die Stelle als Hygienebeauftragter ist für mich mit erheblichen Risiken verbunden, doch wir mussten nun schnell eine tragfähige Lösung finden." 

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Durch die Bekräftigung des DFB, die Saison am 30. Mai wieder zu starten, sei der Druck auf die Preußen noch einmal erhöht worden. Deshalb entschied sich Klub dazu, Teamarzt Müller-Rensmann, der im Hauptberuf eine Orthopädie-Praxis in Münster leitet, mit der Durchführung der Coronatests zu betrauen.

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"Diese Tätigkeit neben der Praxis auszuführen, gelingt mir nur, indem ich meinen Jahresurlaub aus dem Sommer in den Juni verlege und mir täglich zeitliche Freiräume schaffe", erklärte Müller-Rensmann. 

Schon vor zwei Wochen hatte Münster betont, die Bestimmungen des Hygienekonzepts von DFB und DFL nicht umsetzen zu können. Müller-Rensmann ist weiterhin der Meinung, "dass eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes in Anbetracht der Risiken und des erheblichen Aufwandes nicht sinnvoll ist".