Lesedauer: 2 Minuten

Im Spiel gegen Preußen Münster wird Leroy Kwadwo von den Würzburger Kickers Opfer von Rassismus. Nun meldet er sich zu Wort und dankt auch den gegnerischen Fans.

Anzeige

Leroy Kwadwo vom Drittligisten Würzburger Kickers hat sich einen Tag nach einer rassistischen Entgleisung gegen ihn im Spiel bei Preußen Münster (0:0) zu Wort gemeldet und seinem Ärger Luft gemacht.

"So etwas wie gestern macht mich einfach nur traurig und wütend, weil jeder wissen muss: Rassismus gehört nicht in UNSERE Welt", wurde Kwadwo auf der Kickers-Homepage zitiert.

Anzeige

Die Highlights der 3. Liga am Montag ab 23.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1

In der Schlussphase des Spiels gab auf der Haupttribüne ein Zuschauer nach Angaben von Preußen Münster Affenlaute von sich, der Täter wurde durch Fans für die Ordnungskräfte erkennbar gemacht, gestellt und festgenommen. Zudem machten Anhänger mit "Nazis raus"-Rufen ihre antirassistische Haltung deutlich.

Kwadwo bedankt sich bei Fans

Bei Kwadwo hinterließ die Reaktion Eindruck: "Ich möchte mich ausdrücklich bei allen Menschen im Stadion, den Verantwortlichen und Spielern von Preußen Münster und ganz besonders meinem Team und den Kickers bedanken, die mir sofort zur Seite gestanden sind", teilte der Verteidiger mit.

Meistgelesene Artikel

"Eure Reaktion ist vorbildlich. WIR müssen alle weiter dagegen angehen, wie IHR es getan habt und dies im Keim ersticken lassen." 

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nannte den Vorfall in einem Tweet "traurig und beschämend", lobte aber ebenfalls die Reaktion des Publikums als "vorbildlich". Münster distanzierte sich ausdrücklich vom Täter. "Nazis raus! Kein Platz für Rassismus im Preußenstadion", stand auf der Homepage.

Münster geht gegen Rassismus vor

Und Vereinspräsident Christoph Strässer stellte klar: "Das ist nichts, was auf den Fußballplatz und schon gar nicht in unser Stadion gehört. Solche Leute wollen und brauchen wir hier nicht. Ich habe mich unmittelbar nach dem Spiel bei den Würzburgern entschuldigt."

DAZN gratis testen und Sport-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Auch Kwadwo betonte, dass derartiges Verhalten nicht toleriert werden dürfe. "Ich habe zwar eine andere Hautfarbe, aber ich bin hier geboren, in diesem wunderbaren Land, das mir und meiner Familie so viel gegeben und erst ermöglicht hat", teilte der 23-Jährige mit: "Ich bin einer von Euch, ich lebe hier und darf hier meine Berufung und Leidenschaft als Profi der Würzburger Kickers ausleben."