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München - Die Lizenz beim 1. FC Kaiserslautern ist noch nicht gesichert. Das Konzept mit regionalen Investoren wird abgelehnt - kommt Milliardär Flavio Becca doch?

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Die Zukunft des 1. FC Kaiserslautern hängt weiter am seidenen Faden. Noch immer ist die Lizenz für die kommende Drittligasaison nicht gesichert. Die Zeit drängt.  

Nachdem in der vergangenen Woche die Zeichen für eine Rettung gut standen, ist nun wieder alles offen. Der Aufsichtsratsboss des e.V. Michael Littig hatte zuletzt regionale Investoren gefunden, die die fehlenden drei Millionen Euro zahlen wollten. Anfang der Woche waren die Namen bekannt: Kunststoffkanister-Hersteller Klaus Dienes und Hotelier Hans Sachs.

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Doch bis Mittwoch gab es mit dem Hauptkreditgeber des FCK, dem Stuttgarter Finanzdienstleister Quattrex, keine Einigung.

Am Abend dann lehnte die Firma das vorgeschlagene Konzept der regionalen Investoren zusammen mit Vermarkter Legardere ab, berichtete die Rheinpfalz

Zweifel am Sponsoren-Einstieg beim FCK

Quattrex hat nach SPORT1-Informationen kein Vertrauen in das Konzept und die Nachhaltigkeit bei einem Einstieg der regionalen Investoren, sieht seine Kredite bei einem Einsteigen des Luxemburger Milliardärs Flavio Becca besser gesichert als mit dem Konzept von Dienes und Sachs.

Die Bosse von Quattrex glauben an eine Zukunft des FCK - aber nur in der Kombination mit Becca. Dann wäre die Lizenz gesichert und es könnte weiteres Geld in den neuen Kader fließen, den Geschäftsführer Sport Martin Bader in der aktuellen Situation bereits planen muss. 

Der Rettungsplan sieht vor, dass ein neuer Zwei-Millionen-Euro-Kredit bei Quattrex und die Vermittlung weiterer zwei Millionen durch die Firma als Finanzierungs-Bausteine für den FCK realisiert werden sollen.

Mit der Finanzspritze wäre nicht nur die Kaderplanung für die nächste Saison, sondern auch die Aussichten für die kommenden fünf Jahre gesichert.

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Becca erneuert sein Angebot

Becca hat inzwischen sein Angebot zeitlich und finanziell erneuert. Kommt es nun doch zum Einstieg des Milliardärs?

Quattrex hat dem FCK schon in den vergangenen sechs Jahren sechs Millionen Euro an Krediten zur Verfügung gestellt. Nun wurde von den Verantwortlichen des Klubs und potenziellen Investoren ein mittelfrsitiges wirtschaftliches Konzept verlangt.

Becca, der zuletzt gemeinsam mit FCK-Sportchef Bader, Geschäftsführer Finanzen Michael Klatt und Aufsichtsratsboss Patrick Banf für die Absetzung Littigs plädiert hatte, sollte bei den Roten Teufeln einsteigen.

Doch dazu kam es nicht, weil es Littig gelang, die regionale Investoren vorzubringen. "Es gab gar keine Basis aufzuhören, in Kenntnis aller Risiken, die Gremien haben erwartet, dass ich bleibe", sagte Littig zuletzt SPORT1.

"Ich habe immer gesagt, dass ich mich auch bei einem anderen Ausgang gefreut hätte, wenn ein gutes partnerschaftliches Angebot gekommen wäre. Ich habe immer gesagt, dass ich mich freue, wenn Herr Becca uns hilft."

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Investor will weiter bei Kaiserslautern einsteigen

Wie SPORT1 erfahren hat, war Becca die vergangenen Tage weiter bereit, dem Verein zu helfen. 

Er wollte dem FCK ursprünglich kurzfristig zum Erhalt der neuen Drittliga-Lizenz 2,6 Millionen Euro zur Verfügung stellen, mittelfristig dann noch einmal 25 Millionen Euro beisteuern, um unter anderem die Mannschaft zu verstärken. In der neuen Saison kann das Ziel nur heißen: Aufstieg in die 2. Liga.

Es ist weiter alles offen. Am Donnerstag findet eine Sitzung statt und Sachs will eine Erklärung abgeben. Kommt es zum Rückzug?

Die Zeit drängt. In knapp zwei Wochen am 28. Mai müssen die Unterlagen heim deutschen Fußball Bund eingegangen sein, damit die Pfälzer ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen.