Abdoulaye Ba wurde vom FC Porto an die Löwen ausgeliehen
Abdoulaye Ba wurde vom FC Porto an die Löwen ausgeliehen © Getty Images

München - Abdoulaye Ba erlebte 2017 den Absturz von 1860 München mit. Bei SPORT1 spricht er über das Comeback in Liga 3, Investor Hasan Ismaik - und seine Rückkehr.

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Es geht wieder los in der 3. Liga: Nach dem Saison-Aufgalopp am Freitag mit der Partie Eintracht Braunschweig gegen Karlsruher SC (ab 19 Uhr im LIVETICKER) startet am Samstag auch der TSV 1860 München.  Dann tritt das Team von Trainer Daniel Bierofka bei Zweitliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern an (ab 14 Uhr im LIVETICKER).

Löwen starten gegen FCK in 3. Liga

Ein gefühltes Bundesliga-Duell - schon jetzt sind über 30.000 Karten verkauft, weil die Löwen nach einem Jahr wieder zurück im Profifußball sind. Zur Erinnerung: 2017 waren die Münchner sportlich von der 2. in die 3. Liga abgestiegen, wegen der fehlenden Lizenz mussten die Löwen sogar den bitteren Gang in die Regionalliga antreten.

Einer der Akteure, die das sportliche Drama hautnah miterlebt hatten, war Abdoulaye Ba, der im Januar 2017 als Nationalspieler vom portugiesischen Erstligisten FC Porto nach Giesing gewechselt war. 

"Ich habe seit damals jeden Schritt von 1860 verfolgt, vom ersten bis zum letzten Spiel, weil ich immer noch gute Freunde dort habe", sagt Ba zu SPORT1.

Ba ein Lichtblick beim 1860-Abstieg

Der 27 Jahre alte Verteidiger, der aktuell für den spanischen Erstligisten-Aufsteiger Rayo Vallecano spielt und dort noch einen Vertrag bis 2020 besitzt, war in der Rückrunde der Saison 2016/2017 einer der wenigen Lichtblicke bei den Sechzigern. 

"Ich danke allen Fans von 1860 und besonders einer Person, die mich in der unglaublichen Zeit unterstützt hat, als ich das Trikot tragen durfte", sagt er und meint damit Ex-Löwen-Keeper Jan Zimmermann (heute Eintracht Frankfurt), zu dem Ba ein besonders inniges Verhältnis hatte.

Auch wenn Ba in Spanien glücklich ist und nun den Aufstieg in die Primera Division feierte, wird er die Löwen nie vergessen, betont er. "Ich freue mich darüber, dass 1860 wieder ein Thema ist und ich darüber sprechen kann. Die Geschichte dieses Vereins, die Fans und die Tradition werden nie sterben."

Wenn Ba über die Entwicklung bei seinem Ex-Klub spricht, wird er emotional. Niemand sei "perfekt, alles passiert aus einem bestimmten Grund, weil Erfolg nicht einfach so passiert", meint Ba. "Du musst regelmäßig daran glauben und alles dafür tun. Ich kämpfe jeden Tag darum, glücklich zu sein."

So sei bei den Löwen das Problem gewesen, dass nicht jeder ein einheitliches Ziel verfolgte: "Jeder muss in die selbe Richtung nach vorne gehen, um die Mannschaft dahin zu bringen, wo sie hingehört - nämlich zurück an die Spitze."

Lob für Ismaik - kehrt Ba zurück?

Da will auch Investor Hasan Ismaik hin. Der Jordanier musste in den vergangenen Jahren viel Kritik einstecken, doch Ba sieht das anders und singt ein Loblied auf Ismaik.

"Das wertvollste Geschenk, das man bekommen kann, ist die Ehre. Ismaik war ehrlich zu mir. Alle Vereinbarungen, die ich mit dem Klub getroffen hatte, wurden eingehalten." Er sei "glücklich", dass er "die Möglichkeit hatte, die wunderbare 1860-Familie mit den fantastischen Fans kennengelernt zu haben."

Abdoulaye Ba erlebte den Abstieg der Löwen hautnah mit
Abdoulaye Ba erlebte den Abstieg der Löwen hautnah mit © Getty Images

Und was sagt er zum aktuellen Löwen-Coach Daniel Bierofka? Auch da findet Ba nur positive Worte: "Er ist ein super Trainer, eine große Stärke von ihm ist seine Menschlichkeit. Er gibt immer alles und steht voll hinter jedem Spieler. Er ist der ideale Trainer für den Klub." 

Ba und seine Liebe für die Löwen - gibt es gar eine Rückkehr?  "Ich hoffe, dass ich eines Tages wieder zurückkomme", so Ba, "weil ich den deutschen Fußball mag und ich sehr glücklich war in München."