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Thomas Hitzlsperger widerspricht Philipp Lahm in der Debatte um homosexuelle Fußballer und wünscht sich von dem ehemaligen Superstar eine andere Sichtweise.

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Thomas Hitzlsperger hat Philipp Lahm in der Debatte um das Coming-out von Fußball-Profis widersprochen. 

Der Sportvorstand des VfB Stuttgart, der sich nach Ende seiner Karriere öffentlich geoutet hatte, bezeichnete Lahms Sichtweise als "eher kontraproduktiv". Zur Erinnerung: Lahm, wie Hitzlsperger ehemaliger Nationalspieler, hatte in seinem Buch "Das Spiel: Die Welt des Fußballs" davon abgeraten, sich als Spieler während der aktiven Laufbahn zu outen. 

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Im Kicker bedauerte Hitzlsperger diese Sichtweise: "Ich glaube, dass sich schon viel verbessert hat. Wenn sich aber jemand vom Format eines Philipp Lahm vom Coming-out abrät, dann hat das eine Wirkung." Er habe sich einst selbst viel informiert, um richtig zu liegen, mit dem "was ich möchte. Wenn der ehemalige überragende Fußballer Philipp Lahm sagt: Lass das mit dem Coming-Out - dann hat das einen Einfluss. Ich glaube, das ist nicht zielführend."

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Er respektiere Lahms Meinung zwar, dieser liege mit einigen seiner Argumente aber "einfach falsch". Lahm hatte gewarnt, dass ein Outing nach wie vor Gefahren für die Karriere berge - und die Akzeptanz bei manchen Fans wohl fehlen würde. Hitzlsperger betonte einmal mehr, dass die vermeintliche Angst vor der Reaktion der Anhänger nicht als Argument gelten lassen wolle. 

"Wenn das so wäre, hätten sich viele nach der Karriere outen können. Wo sind die anderen, die sich nach der Karriere trauen? Ich kenne sie nicht", sagte der 39-Jährige. 

Lahm habe sich schon häufiger zu der Debatte geäußert, er werde "seine Gründe dafür haben." Für Hitzlsperger steht fest: "Für eine spürbare Veränderung gehört es auch dazu, dass sich ein aktiver Fußballer oder mehrere outen."