Lesedauer: 3 Minuten

Karl-Heinz Rummenigge bekommt eine neue Aufgabe. Der Bayern-Boss wird Andrea Agnelli ersetzen, der nach der Gründung der Super League zurückgetreten ist.

Anzeige

Angeführt von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge ist Deutschland künftig wieder mit drei Stimmen in den wichtigsten Gremien des Weltfußballs vertreten.

Auf dem Kongress der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am Dienstag wurde der Vorstandsvorsitzende des deutschen Rekordmeisters Bayern München als einer von zwei Vertretern der Klubvereinigung ECA ins UEFA-Exekutivkomitee gewählt - und äußerte anschließend die Hoffnung, den Streit zwischen der UEFA und den abtrünnigen Super-League-Gründerklubs zu einem guten Ende führen zu können.

Anzeige

Rummenigges Amtszeit dauert drei Jahre. Er beerbt Juventus-Boss Andrea Agnelli, der am Montag nach der Gründung der Super League aus der UEFA-Exekutive und von der ECA-Spitze zurückgetreten war. (Andrea Agnelli: Die neue Hassfigur des Fußballs)

Bayern-Boss Rummenigge: "Ich liebe den Fußball"

"Es stand nicht mehr in meiner Lebensplanung, noch einmal Mitglied der UEFA-Exekutive zu werden", wurde Rummenigge am Dienstagnachmittag in einer Mitteilung des FC Bayern zitiert. Aber: "In einer über Nacht entstandenen kritischen Lage für den europäischen Fußball und seine nationalen Ligen haben mich nun allerdings viele Mitglieder der ECA und ganz besonders UEFA-Präsident Aleksander Ceferin persönlich um Unterstützung gebeten."

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Bundesliga
    1
    Fussball / Bundesliga
    Wer Lewy-Rekord erreichen könnte
  • Fussball / Bundesliga
    2
    Fussball / Bundesliga
    Versagt! Eintracht-Star sauer
  • Fussball / Bundesliga
    3
    Fussball / Bundesliga
    Nübel wird gelobt, will aber weg!
  • Int. Fussball / FA Cup
    4
    Int. Fussball / FA Cup
    Titel futsch! Tuchel wütet über VAR
  • Fussball / Bundesliga
    5
    Fussball / Bundesliga
    Kohfeldt zählt eigenen Spieler an

Er habe dem Fußball "sehr viel zu verdanken", erklärte Rummenigge mit Blick auf 15 Jahre als Profi und inzwischen 30 Jahre im Management des FC Bayern: "Ich liebe den Fußball und fühle mich auch verantwortlich, deshalb ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, dem europäischen Vereinsfußball und der UEFA zu helfen, dass unsere Wettbewerbsstrukturen in Europa erhalten bleiben."

Dafür kündigte Rummenigge an, er wolle "versuchen, als Mediator zwischen der UEFA und den zwölf abtrünnigen Vereinen zu vermitteln".

Auch der deutsche Fußball-Bund (DFB) ist künftig durch seine beiden Vizepräsidenten Rainer Koch und Peter Peters in den Entscheidungsgremien der UEFA und des Weltverbandes FIFA vertreten.

Koch bestätigt - Peters rückt nach

Der 62 Jahre alte Koch wurde mit 47 von 55 möglichen Stimmen für vier weitere Jahre im Exko des Kontinentalverbandes bestätigt. Peters zog per Akklamation neu ins Council des Weltverbandes FIFA ein, seine Amtszeit beträgt ebenfalls vier Jahre.

Der CHECK24 Doppelpass am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Peters' Wahl war praktisch sicher, da es nur vier Bewerber für vier zu vergebende Plätze gab. Koch gehörte hingegen zu neun Kandidaten für acht freie Plätze. Der Jurist war im März 2020 auf dem UEFA-Kongress in Amsterdam erstmals ins Exko gewählt worden, er hatte den aufgrund des Rücktritts des ehemaligen DFB-Präsidenten Reinhard Grindel vakanten Posten übernommen. Im FIFA-Council war der DFB seit Grindels Rücktritt 2019 ohne Stimme.

Rummenigge hatte der ECA, einer Interessenvertretung für europäische Fußballvereine, von ihrer Gründung 2008 bis 2017 vorgestanden. Anschließend wurde er von Agnelli, Boss des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin, abgelöst. Rummenigge wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.