Gegen Christoph Metzelder beginnt bald der Prozess
Gegen Christoph Metzelder beginnt bald der Prozess © Imago
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Vor dem Prozess gegen Christoph Metzelder wegen Kinderpornografie räumt dessen Anwalt ein Fehlverhalten seines Mandanten ein. Metzelder befinde sich in Therapie.

Christoph Metzelders Anwalt Ulrich Sommer hat ein Fehlverhalten seines Mandanten eingeräumt, im Vorfeld des Prozesses gegen den früheren Nationalspieler aber zugleich um Verständnis geworben. "Er weiß, was er gemacht hat. Er weiß auch, dass man das als Fehler bezeichnen kann und er weiß, dass er sich seiner Verantwortung stellen muss", sagte Sommer im Interview mit RTL.

Metzelder muss sich Ende April unter anderem wegen des Besitzes von kinder- und jugendpornografischen Schriften verantworten.

Der Anwalt betonte, Metzelder sei "über sich selbst erschrocken, dass es so etwas wie ein Doppelleben gibt". Sein Mandant sei auf der Suche nach einem "Kick" gewesen. Auf die Nachfrage, ob er damit "Kinderpornografie" meinte, antwortete der Anwalt mit einem schlichten "ja". Dennoch kommt Sommer zu dem Schluss: "Ist Metzelder pädophil? Ist er natürlich nicht!"

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Auf dem Handy des 40-jährigen Metzelder seien verschiedene Fotos sichergestellt worden. "Es sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Benutzen eines Bildes in der Strafbarkeit ganz erheblich unter dem angesiedelt sein muss, was dann tatsächlich beim unmittelbaren Missbrauch erfolgen muss", sagte Sommer. Ob sich sein Mandant bei dem Prozess, der am 29. April beginnt, schuldig bekennen würde, ließ Sommer offen: "Wir wissen, dass ein Verfahren sich in unterschiedliche Richtungen entwickeln kann und sind natürlich auf alle Richtungen vorbereitet."

Metzelder sei derzeit in Therapie, dies sei eine "Hilfe, sich bewusst zu machen, wie man selbst in seiner besonderen Situation mit bestimmten Fragen wie Sexualität oder Umgang mit Frauen umgegangen ist", so der Kölner Rechtsanwalt. Der Begriff "Kinderpornografie" führe "sofort zu bestimmten Emotionen und Schubladen, die jedenfalls im Ergebnis dazu führen, dass nicht nur seine soziale Stellung, sondern weitgehend freundschaftliche und andere Kontakte schlicht abgebrochen sind".