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München - Mit deutlichen Worten reagiert Hansi Flick darauf, dass Uli Hoeneß Jérôme Boateng nicht mit zur EM nehmen würde. Das hat auch mit Hasan Salihamidzic zu tun.

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"Das ist seine Meinung. Ich kenne es von Bayern München so, dass man seine Spieler immer unterstützt. Über Jahre hinweg habe ich das immer so empfunden."

Mit einem deutlichen Seitenhieb hat Hansi Flick vor dem Bundesliga-Topspiel bei RB Leipzig (Bundesliga: RB Leipzig - FC Bayern am Samstag ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) auf die Aussagen von Uli Hoeneß reagiert, der bei RTL überraschend sagte, dass er Bayern-Star Jérôme Boateng nicht mit zur EM nehmen würde. Stattdessen forderte der Ehrenpräsident das Comeback von BVB-Konkurrent Mats Hummels.

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Flick-Kritik an Hoeneß! Was steckt dahinter?

Hoeneß riet Boateng zu Wechsel

Nach Alexander Nübel ist die Diskussion um Boateng ein weiteres Brennpunkt-Thema beim FC Bayern. Auf der einen Seite ist Flick, der Boateng wieder in Topform gebracht und zum unentbehrlichen Stammspieler entwickelt hat.

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Ihm gegenüber steht Hoeneß, der bekanntermaßen kein allzu großer Fan von Boateng ist, ihm bereits im Mai 2019 einen Wechsel nahelegt hatte und mit seiner jüngsten EM-Aussage erneut öffentlich demontiert hat.

Auf Hoeneß' Seite steht Sportvorstand Hasan Salihamidzic, der den im Sommer auslaufenden Vertrag mit dem 32 Jahre alten Weltmeister von 2014 nicht verlängern möchte, obwohl in der Innenverteidigung aufgrund der Abgänge von David Alaba und Javi Martínez akuter Erfahrungs-Notstand herrschen wird und Boateng gerne bleiben würde. 

Kein Geheimnis: Salihamidzic wurde vor allem auf Wunsch von Hoeneß im Jahr 2017 aus dem Nichts der neue Sportdirektor. Im Juli 2020 folgte dessen Berufung in den Vorstand. Auch an dieser Entscheidung war die 69 Jahre alte Bayern-Legende maßgeblich beteiligt.

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Hoeneß hält Salihamidzic den Rücken frei

Beide pflegen einen engen Austausch. Salihamidzic zieht die Fäden an der Säbener Straße, Hoeneß hält ihm vom Tegernsee aus den Rücken frei. Mit seiner EM-Ansage gegen Boateng bestärkt er Salihamidzic nun indirekt darin, den Vertrag des Routiniers nicht zu verlängern. 

"Ich kann nur sagen, dass Jérôme zehn Jahre bei Bayern München ist und zweimal das Triple gewonnen hat. Er hat aus einer schwierigen Situation, die er ohne Frage hatte, eine wahnsinnige Steigerung gehabt", lobte ihn Flick und bringt damit klar zum Ausdruck, dass er sich gegen ein weiteres Jahr mit Boateng nicht wehren würde:

"Er ist wieder in Topform und hat die letzten Spiele herausragend gespielt. Er war auch einer der Garanten für die sechs Titel, die wir geholt haben. Ich bin ihm sehr dankbar."

Salihamidzic und Hoeneß gegen Boateng, Flick verteidigt ihn!

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Flick nimmt kein Blatt vor den Mund

Klar ist: Zwar hat Flick zuletzt öffentlich einen Burgfrieden mit Salihamidzic geschlossen, doch die Meinungsverschiedenheiten in diversen Personalien bleiben.

Flick nimmt kein Blatt vor den Mund und stellt sich weiterhin demonstrativ vor seine Spieler, die es ihm mit Siegen und Titeln danken. Oder, wie im Falle Boatengs, mit starken Leistungen.

Schlusswort des Erfolgstrainers: "Er hat hart an sich gearbeitet, um wieder auf dieses Niveau zu kommen. Er spielt auch zu Recht. Er ist ein Spieler, der jeder Mannschaft guttun kann. Letzten Endes ist es die Entscheidung von Jogi Löw. Er ist in der Verantwortung."

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Der SPORT1-Bayern-Podcast mit Jana Wosnitza und SPORT1 Chefreporter Florian Plettenberg © SPORT1-Grafik: Imago/SPORT1

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