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Auch der DFB und die DFL nehmen zur Super League Stellung. Der Verbände wollen alle Gegenmaßnahmen mittragen. Auch, wenn es Konsequenzen für die Nationalspieler hat.

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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) haben die Gründung der Super League "mit großer Erschütterung" aufgenommen.

"Es ist verantwortungslos und nicht hinnehmbar, das gewachsene Miteinander aufs Spiel zu setzen", heißt es in einem gemeinsamen Statement der Verbände: "Auch und gerade angesichts der weltweiten Coronakrise dürfte klar sein, wofür der Fußball mit seinen Werten stehen sollte: Solidarität statt Egoismus." (Die Reaktionen zur Super League)

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DFL und DFB wollen Gegenmaßnahmen unterstützen

Man werde "sämtliche angekündigten Gegenmaßnahmen von FIFA und UEFA, aber auch der betroffenen nationalen Ligen und Verbände" unterstützen. Unter anderem wollen die Dachverbände Teams und Spieler von ihren Wettbewerben ausschließen. (Die Pressestimmen zur Super League)

"Dass hiervon auch die Berufung deutscher, bei Super-League-Klubs unter Vertrag stehender Nationalspieler betroffen sein kann, ist uns bewusst", heißt es in der Mitteilung. Konkret würden bei einem Bann Toni Kroos von Real Madrid, Barcelonas Marc-Andre ter Stegen, Ilkay Gündogan von Manchester City und Antonio Rüdiger, Kai Havertz sowie Timo Werner vom FC Chelsea bei Europa- und Weltmeisterschaften fehlen. 

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CL-Reform "schmerzhafter Kompromiss"

Man dürfe "nicht zulassen, dass die finanziellen Interessen einiger weniger Topklubs aus England, Spanien und Italien die Abschaffung bewährter Strukturen bewirken", so DFB und DFL weiter: "Der Fußball in Europa lebt auch davon, dass es theoretisch für jeden Klub möglich ist, sich in einem Wettbewerb mit den Besten des Kontinents zu messen. Dieser Traum darf nicht durch eine nahezu geschlossene Gesellschaft ersetzt werden."

Der deutsche Fußball sei mit der Champions-League-Reform schon einen "schmerzhaften Kompromiss" eingegangen, um genau einen solchen Ausbruch der Topklubs zu verhindern. Es gehe nun darum, doch noch eine gemeinsame Lösung zu finden. "Dafür werden sich DFB und DFL mit ihren Möglichkeiten mehr denn je einsetzen", betonen die Verbände.