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DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg sieht in Sachen Gleichberechtigung im Fußball Nachholbedarf.

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DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg sieht in Sachen Gleichberechtigung im Fußball Nachholbedarf.

"Fußball als sogenannte beliebteste Sportart ist eindeutig männerdominiert", sagte die 69-Jährige dem Deutschlandfunk: "Das ist die Realität. Die Männer haben schon 70 Jahre vor den Frauen angefangen, Fußball zu spielen und die Strukturen aufzubauen. Es ist in der Tat noch einiges zu tun."

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Auch beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) liege diesbezüglich noch einiges im Argen, derzeit ist Ratzeburg die einzige Frau im Präsidium. "Der DFB hat ein Problem damit, Positionen mit Frauen zu besetzen. Wir brauchen Vorbilder, auch auf der Funktionärsebene", sagte die gebürtige Hamburgerin. 

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Ratzeburg: "Ein dickes, dickes Brett"

Hierfür müssten aber grundlegende Strukturänderungen her. "Und das ist ein dickes, dickes, dickes Brett", führte sie aus, "ich glaube, das erlebe ich nicht mehr." Dabei seien gemischte Führungsetagen durchaus von Vorteil, wie man in der Wirtschaft sehe. Es bringe "dem DFB eine ganze Menge mehr, wenn mehr Frauen in die Entscheidungen miteinbezogen werden", sagte Ratzeburg. 

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Nicht nur auf Funktionärsebene sondern auch direkt im Spielbetrieb sei der nach der Heim-WM 2011 erhoffte Frauenboom im deutschen Fußball ausgeblieben.

Die Zahl der weiblichen Mitglieder im DFB ist in den vergangenen zehn Jahren um 30.000 zurückgegangen, dazu gebe es in ländlichen Regionen einen erheblichen Mannschaftsschwund, erklärte Ratzeburg. Auch das Interesse an der Bundesliga stagniert, der Zuschauerschnitt stieg von 2009 bis 2019 nur um 22 Fans pro Partie.