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München - Jérôme Boateng hat sich Hoffnung auf eine Vertragsverlängerung gemacht. Der FC Bayern hat aber nicht vor, seinen auslaufenden Vertrag noch mal zu verlängern.

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Ein Weltmeister muss den FC Bayern verlassen!

Nach SPORT1-Informationen werden die Münchner den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit Jérôme Boateng nicht verlängern. Die Bild hatte zuerst davon berichtet.

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Zwar werden die Verantwortlichen, wie bereits kommuniziert, Ende März oder Anfang April ein Gespräch mit dem 32 Jahre alten Innenverteidiger und seinem Berater Damir Smoljan (Lian Sports) führen. Sportvorstand Hasan Salihamidzic wird aber keine guten Nachrichten überbringen.

Keine Zukunft für Boateng beim FC Bayern

Vereinsintern heißt es, dass eine Verlängerung "sehr unwahrscheinlich" sei. Vom Tisch ist damit auch ein Einjahresvertrag zu geringeren Bezügen.

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Zuletzt bescheinigte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge Boateng bei SPORT1 eine "zufriedenstellende Saison" und kündigte an, dass dieser sich auch aufgrund seines Alters in der Zukunftsfrage in Geduld üben müsse. Jetzt herrscht also Gewissheit.

Aber warum wird mit Boateng nicht verlängert, obwohl er unter Hansi Flick Stammspieler ist?

So plant der FC Bayern in der Abwehrzentrale

Nach SPORT1-Informationen planen die Bayern in der Innenverteidigung mit Lucas Hernández, Niklas Süle, Tanguy Nianzou und Neuzugang Dayot Upamecano von RB Leipzig. Zudem kann Linksverteidiger Omar Richards in der Innenverteidigung aushelfen. Er kommt im Sommer vom englischen Zweitligisten FC Reading.

Salihamidzic treibt den Umbruch voran - und mit einem Jahresgehalt von über zehn Millionen Euro pro Jahr gehört Boateng zu den Großverdienern im Kader.

Der Transfer eines weiteren Innenverteidigers ist nicht ausgeschlossen, aber vorerst nicht geplant. Weitere Transferaktivitäten in der Defensivzentrale hängen auch davon ab, ob Süle (Vertrag bis 2022) bei den Bayern verlängert oder im Sommer verkauft wird. Interesse für ihn gibt es insbesondere aus England, allen voran vom FC Chelsea. Seine Zukunft ist völlig offen, Gespräche mit ihm laufen.

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Boateng-Aus bei Bayern!

Unter Flick hat der Ex-Nationalspieler (76 Länderspiele/1 Tor) zu alter Stärke zurückgefunden und war einer der Erfolgsgaranten beim Gewinn des Sextuples.

Boateng überzeugt bei Sieg in Bremen

Auch beim souveränen 3:1-Erfolg bei Werder Bremen zeigte Boateng am Samstag eine gute Leistung, gewann 75 Prozent seiner Zweikämpfe am Boden und alle Luftduelle. Mit 84 erfolgreichen Pässen bei 91,3 Prozent Passquote brachte er zudem die mit Abstand meisten aller Spieler auf dem Rasen an den Mann.

Seit seinem Wechsel von Manchester City 2011 absolvierte er bislang 351 Pflichtspiele für die Bayern (10 Tore/25 Assists) und gewann 24 Titel. Er selbst hätte beim Rekordmeister gerne noch mal verlängert, doch daraus wird nichts - ab sofort ist er auf Abschiedstournee bei den Münchnern.

Boateng ist nach David Alaba und Javi Martínez somit der dritte Defensiv-Spezialist, der die Bayern am Saisonende ablösefrei verlässt, weil der Vertrag nicht verlängert wird.