ECA-Boss Agnelli will Transferpolitik revolutionieren
ECA-Boss Agnelli will Transferpolitik revolutionieren © AFP/SID/MIGUEL MEDINA
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Einem Vorschlag des Vereinschefs von Agnelli zufolge könnten sich die Spitzenteams darauf einigen, untereinander keine Spieler mehr zu transferieren.

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Borussia Dortmund verliert keine Stars mehr an Bayern München und darf Erling Haaland "für immer" behalten, Megadeals wie der Weltrekordwechsel von Neymar nach Paris sind Geschichte: So könnte die schöne neue Transfer-Welt aussehen. Das zumindest hat Präsident Andrea Agnelli von der mächtigen Klubvereinigung ECA angeregt.

Einem Vorschlag des Vereinschefs von Juventus Turin zufolge könnten sich die europäischen Spitzenteams darauf einigen, untereinander keine Spieler mehr zu transferieren. "Der Moment ist günstig, um an größere Lösungen zu denken", sagte Agnelli bei der Generalversammlung der ECA am Montag und brachte seinen revolutionären Plan vor.

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Demnach könnten Transfers zwischen Klubs ausgeschlossen werden, die für denselben internationalen Wettbewerb qualifiziert sind. Das würde etwa einen Wechsel von BVB-Wunderknabe Haaland zu einem anderen in der Champions League aktiven Verein verhindern, sofern sich auch die Borussia für die Königsklasse qualifiziert.

Agnelli erhofft sich dadurch zum einen mehr Solidarität unter den Spitzenklubs. Zudem würde die neue Regelung "Transfers im dreistelligen Millionenbereich" verhindern, sagte er, weil sich die Topteams auf der Suche nach Verstärkungen nur noch bei kleineren Vereinen bedienen könnten.

"Die Kostenkontrolle macht uns mit am meisten Kopfzerbrechen und stellt uns vor die größten Herausforderungen", sagte Agnelli über die Motivation für seinen Vorstoß. Ob dieser aber vor den politischen Regelhütern in Europa Bestand haben kann, bleibt abzuwarten.