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Die britische Virus-Mutante gefährdet den Auftakt der WM-Qualifikation. Zahlreiche Klubs wollen die Abstellung ihrer Spieler verweigern.

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Joachim Löw schaut dieser Tage gespannt auf die Experten vom Auswärtigen Amt, Gesundheits- und Innenministerium.

Wenn der scheidende Bundestrainer am Freitag zum vorletzten Mal einen Nationalmannschaftskader nominieren wird, sprechen die Fachleute indirekt ein gewichtiges Wörtchen mit. Denn sie bestimmen darüber, welche Länder als sogenannte Virusvarianten-Gebiete eingestuft werden - und damit, ob Löw seine fünf England-Legionäre um Ilkay Gündogan für den Dreierpack zum Start der WM-Qualifikation berufen kann.

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Ausfälle der England-Legionäre? 

Aktuell stünden der Profi von Manchester City, das Chelsea-Trio Timo Werner, Kai Havertz und Antonio Rüdiger sowie Arsenal-Torwart Bernd Leno höchstens für das Auswärtsspiel in Rumänien am 28. März zur Verfügung.

Die Voraussetzung dafür, um dort in die DFB-Blase einzutreten, wären zwei bis drei weitere, negative Tests. Für die Heimspiele in Duisburg gegen Island (25.) und Nordmazedonien (31.) fiele das Quintett wegen der aktuell gültigen Quarantäne-Anordnung aus - weil das Vereinigte Königreich als Mutanten-Gebiet gilt.

Ein Ausfall des formstarken Gündogan, von Offensivstammspieler Werner oder Abwehrsäule Rüdiger wäre eine massive Schwächung. Auch mit Blick auf die EM, für die sich Löws Team nur jetzt und bei den beiden Tests im Juni finden kann.

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"Die letzte Entscheidung werden die Trainer unmittelbar mit der Nominierung am Freitag treffen - auf Basis der dann gültigen behördlichen Vorgaben", sagte DFB-Sprecher Jens Grittner.

Verbände verlegen ihre Heimspiele in andere Länder

Um die Quarantäne-Regelung zu umgehen, hätte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seine Heimspiele auch verlegen und an einem neutralen Ort austragen können. Andere Verbände tun dies, auch im Europacup ist dieses Modell gängig wie in der Champions League mit dem Spielort Budapest.

Der DFB lehnte es für die März-Spiele jedoch ab, weil er der Diskussion um eine mögliche Sonderrolle des Fußballs nicht weiteren Vorschub leisten möchte.

Die ist längst voll entbrannt - und erhält mit der WM-Quali neue Nahrung. Namhafte Trainer wie Jürgen Klopp vom englischen Meister FC Liverpool oder Gündogans Teammanager Pep Guardiola haben bereits angekündigt, die Abstellung ihrer Spieler zu verweigern, sollten sie nach ihrer Rückkehr in Quarantäne müssen. Bei fünf oder mehr Tagen lässt der Weltverband FIFA dies ausdrücklich zu.

Die Stars würden schließlich von den Klubs bezahlt, betonte Klopp, "also bedeutet das, dass wir die oberste Priorität genießen müssen". Guardiola meinte: "Es macht keinen Sinn, sie werden nicht fliegen, sicher nicht." Auch deutsche Klubs halten die Quali in Corona-Zeiten für die Reise nach Absurdistan. 

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Frankfurt-Trainer Hütter gibt klares Statement ab 

"Es wird in der ganzen Bundesliga darüber nachgedacht, Spieler eventuell nicht abzustellen", sagte Frankfurts Trainer Adi Hütter und betonte: "Grundsätzlich finde ich es nicht gerade intelligent, dass man diese Spiele austrägt."

Die Verbände suchen deshalb nach Schlupflöchern - wie es die Vereine im Europacup vorgemacht haben. So spielt Europameister Portugal "zu Hause" in Turin gegen Aserbaidschan. Schottland dagegen bestand für das Spiel gegen Österreich auf seinem Heimrecht.

Der ÖFB schrieb Bittbriefe an mehrere Bundesligisten und hofft auf die Gnade etwa des FC Bayern, damit die Münchner David Alaba trotzdem reisen lassen.

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Weitere Nationen müssen wohl auf ihre Stars verzichten

Auch Tschechien und die Slowakei, die ebenfalls auf der Virusvarianten-Liste stehen, bauen auf Entgegenkommen, müssen aber wohl zumindest bei ihren Heimspielen auf Stars wie Vladimir Darida (Hertha BSC) oder Ondrej Duda (1. FC Köln) verzichten. Norwegen kämpft um Erling Haaland und Co., die im "britischen Überseegebiet" Gibraltar spielen sollen.

Die Quali-Spiele in Südamerika wurden bereits auf unbestimmte Zeit verschoben, in Asien finden im März nur drei Partien statt. Der Rest soll im Juni bei Mini-Turnieren in acht Ländern folgen.

Löw will dann bei der EM nach dem Titel greifen - sofern die Corona-Experten nichts dagegen haben.