Keller sichert Spielerinnen volle Unterstützung zu
Präsident Keller hat sich mutigere Schritte gewünscht © FIRO/FIRO/SID
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Für den Deutschen Fußball-Bund gehen die in Aussicht gestellten Lockerungen der Bund-Länder-Konferenz nicht weit genug.

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Für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) gehen die in Aussicht gestellten Lockerungen der Bund-Länder-Konferenz nicht weit genug.

"Ein erster Schritt ist gemacht", sagte DFB-Präsident Fritz Keller am Donnerstag: "Leider ist das Fußballspielen immer noch nur stark eingeschränkt möglich. Ich hätte mir mutigere Öffnungsschritte gewünscht."

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Der 63-Jährige betonte, dass beim Fußball "nachweislich nur sehr kurze Kontaktzeiten auftreten und gemäß wissenschaftlicher Untersuchungen ein äußerst geringes Infektionsrisiko besteht".

Auch DFB-Vizepräsident Rainer Koch hatte sich von der Politik bei der Öffnung offenbar viel mehr erwartet. Er fordert "fortan größere Schritte und kurzfristig klare, verständliche Regeln zur Umsetzung auf dem Weg hin zu einem geregelten Wettkampfspielbetrieb. Die braucht es jetzt ganz dringend", sagte er.

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"Die existenzielle Bedeutung von organisierten Bewegungsangeboten in unseren Vereinen für die gesamte Gesellschaft bestreitet niemand", sagte Koch weiter: "Auch wenn der Ball nicht mal im Ansatz wieder so rollen kann, wie sich das Millionen von Menschen hierzulande sehnlich wünschen, so können wir jetzt endlich wieder erste, wenngleich leider nur überraschend kleine Schritte in diese Richtung machen."

Koch: "Vereine nicht im Regen stehen lassen"

In seiner Funktion als Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) appellierte Koch auch an die Bayerische Staatsregierung um Ministerpräsident Markus Söder. Diese dürfe nun "unsere Vereine nicht im Regen stehen lassen, sondern muss klar und unmissverständlich formulieren, was in welcher Form für das Fußball-Training fortan erlaubt ist". Der aktuelle Informationsstand lasse zu viele Fragen unbeantwortet.

Gemäß des Bund-Länder-Beschlusses betreffen die Lockerungen im Bereich des organisierten Sports insbesondere Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre. Keller freute sich deshalb, "dass unsere Argumente im Hinblick auf Kinder und Jugendliche von der Politik gehört wurden". Ab 8. März soll in Gruppen bis 20 Personen wieder Training möglich sein. Aber abhängig von Inzidenzzahlen.

Koch sagte, er werde "nicht müde zu betonen, dass wir Sportler Teil der Lösung sind und gewiss nicht das Problem. Unsere Vereine sind bereit".