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Marco Rose steht mit Mönchengladbach vor der undankbaren Aufgabe bei Manchester City. Trotz der Hinspielpleite sieht er in dem Spiel auch eine Chance.

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Vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Manchester City in Budapest hat Gladbachs derzeit schwer kritisierter Trainer Marco Rose ein Weiterkommen trotz der derzeitigen Ergebniskrise nicht völlig abgehakt (Champions League: Manchester City - Borussia Mönchengladbach, Di., ab 21 Uhr im LIVETICKER).

"Wir haben morgen die Chance, an unserem Gefühl zu arbeiten. Wir wissen aber, was da für ein Kaliber kommt", sagte Rose mit Blick auf die 0:2-Niederlage im Hinspiel. Dennoch wolle seine Mannschaft versuchen, das Spiel offen zu halten. "Wir wollen offensiv unsere Chance suchen. Mehr, als wir das im Hinspiel geschafft haben."

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Rose: "Wir haben keine Riesenprobleme"

"Wir haben keine Riesenprobleme, die wir aufarbeiten müssten. Außer, dass die Ergebnisse nicht stimmen", blickte Rose auf die vergangenen Wochen zurück, in denen die Gladbacher sechs Ligaspiele in Folge verloren haben. 

"Im Moment ist es so, dass ich sagen kann, was ich will. Es ist sowieso falsch, weil wir keine Ergebnisse haben", sagte Rose und schob nach: "Hätte ich gesagt, wir fahren jetzt nach Budapest und wollen das Ding dort drehen und wir haben vollstes Selbstvertrauen nach der Leistung in Augsburg, dann hätten alle mit dem Kopf geschüttelt und gesagt: Der Rose dreht jetzt völlig durch." Es sei wichtig, die Dinge richtig einzuordnen.

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"Es würde uns guttun, wenn wir über Kleinigkeiten und Details reden würden", führte Rose weiter aus. Diese seien entscheidend dafür, dass die Borussia momentan ihre Spiele verliere. 

"Wir fahren gerne nach Budapest und messen uns auf diesem Niveau. Natürlich kann man dort auch an den Dingen arbeiten", sagte Rose, der das Champions-League-Spiel gegen Manchester City nach die Pleite in Augsburg als lästige Pflicht eingeordnet hatte, die eine wichtige Trainingswoche verhindere.

Personell können die Gladbacher aus dem Vollen schöpfen. Christoph Kramer und Ramy Bensebaini seien wieder im Mannschaftstraining, verriet Rose. Er müsse schauen, wie sie sich dort zurechtfinden. 

Flasche Wein mit Guardiola? Das sagt Rose

"Wir wissen, dass es eine unglaublich schwierige Aufgabe wird", sagte Rose. "Trotzdem stellen wir uns der Aufgabe und werden uns entsprechend vorbereiten." Wichtig sei es, fleißig und gut zu verteidigen. "Aber wir fahren schon da hin, um ein Fußballspiel zu gewinnen", sagte Rose, der ManCity als "Weltklasse-Mannschaft" bezeichnete. 

"Pep Guardiola ist ein außergewöhnlicher Trainer und eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Mit seinen Ideen hat er den Weltfußball beeinflusst", adelte Rose den Trainer der Citizens, der ihn nach dem Hinspiel zu einem Glas Wein nach der zweiten Partie eingeladen hatte. "Ob es zu einem Glas reicht: Das wird in Budapest schwierig, glaube ich. Aber vielleicht hat er eine Flasche dabei. Schauen wir mal", meinte Rose.  

Elvedi glaubt weiter an Europa in der kommenden Saison

Der 24 Jahre alte Verteidiger Nico Elvedi sprach über seine Vertragsverlängerung: "Ich fühle mich extrem wohl hier, weil ich wertgeschätzt werde. Ich mag die Jungs und den Verein." Dabei spiele es für Elvedi keine Rolle, wer in der kommenden Saison Trainer der Fohlen-Elf sein werde. 

Die Qualifikation für die europäischen Plätze hält Elvedi in dieser Saison noch für realistisch, obwohl Gladbach in der Bundesliga aktuell nur auf Rang zehn steht. "Für jeden einzelnen Spieler ist es wichtig, die europäische Erfahrung zu sammeln. Wir sind momentan in einer schwierigen Phase, aber ich bin davon überzeugt, dass wir uns wieder aufrichten."

Über das bevorstehende Spiel gegen Manchester City sagte der Schweizer: "Es wird eine schwierige Aufgabe. Es ist wichtig, dass wir das Spiel genießen. Wenn wir eine Chance sehen, dann werden wir sie nutzen. Im Fußball ist alles möglich."