Beckenbauer (r.) kann Löw verstehen
Beckenbauer (r.) kann Löw verstehen © AFP/SID/JOHN MACDOUGALL
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Franz Beckenbauer würde seinem früheren Lieblingsschüler Lothar Matthäus die Nachfolge von Bundestrainer Joachim Löw "auf jeden Fall" zutrauen.

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Weltmeistertrainer Franz Beckenbauer würde seinem früheren Lieblingsschüler Lothar Matthäus die Nachfolge von Bundestrainer Joachim Löw "auf jeden Fall" zutrauen. Wie Fußball-Ikone Beckenbauer (75) der Bild-Zeitung weiter sagte, verfüge Rekordnationalspieler Matthäus (59) über "weltweite Erfahrung", zudem habe er sich "sehr weiterentwickelt". Beckenbauer schloss: "Ja, warum nicht Lothar?"

Doch auch Bayern Münchens Erfolgstrainer Hansi Flick, Löw-Assistent beim WM-Gewinn 2014, würde nach Ansicht Beckenbauers "passen, er kennt den DFB in- und auswendig". Allerdings habe er Zweifel, ob der FC Bayern den 56-Jährigen vorzeitig aus seinem Vertrag bis 2023 entlassen würde.

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Beckenbauer hatte seinen Rückzug als DRB-Teamchef wenige Monate vor der WM 1990 angekündigt, deswegen machte der "Kaiser" Parallelen zu Löw aus: "Ich fühlte keine Spannung mehr, zu wenig Begeisterung und dachte mir: Bevor es die anderen merken, ziehst du selbst die Konsequenzen. Ich kann mir vorstellen, dass Jogi Löw sich nun befreit fühlt."

Dass der Bundestrainer zur "lame duck" wird in den letzten vier Monaten seiner Amtszeit, glaubt Beckenbauer nicht: "Bei einem Vereins-Trainer mag es ein Problem sein, wenn ein Abschied früh feststeht. Da können sich Cliquen im Team bilden. Aber bei der Nationalmannschaft ist das völlig anders. Die Spieler sind nur für ein paar Wochen zusammen und wollen alle nur eines ? ihre maximale Leistung bringen. Jogi Löw besitzt so viel Autorität. Da sehe ich kein Problem."

Beckenbauer, der 1990 mit dem Titelgewinn den perfekten Abschluss schaffte, traut auch Löw (61) bei der Europameisterschaft (11. Juni bis 11. Juli) den großen Wurf zu. "Ich würde es ihm nach seinen 15 meist erfolgreichen Jahren sehr wünschen. Eines ist klar: Er hinterlässt seinem Nachfolger ein bestelltes Feld, eine intakte Mannschaft", sagte Beckenbauer.