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Sinan Kurt wagt einen Neuanfang - wieder einmal. Jetzt spricht der Mittelfeldspieler offen darüber, keinen seiner bisherigen Karriereschritte bereut zu haben.

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Er galt als eines der größten Talente Deutschlands, jetzt spielt Sinan Kurt nach nur drei Monaten beim West-Regionalligisten SV Straelen in der Slowakei beim FC Nitra. In der Sport Bild blickt Kurt nun offen auf seine bisherige Laufbahn zurück.

Mit 18 Jahren zog es Kurt von seinem Jugendverein Borussia Mönchengladbach zum FC Bayern. Beim Rekordmeister blieb ihm der Durchbruch jedoch verwehrt, er kam in der Bundesliga lediglich auf 45 Minuten Einsatzzeit.

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Dennoch war für ihn der Wechsel kein Rückschritt.

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"Ich bereue gar nichts! Ich hatte die Chance, zu einem der besten Klubs überhaupt zu wechseln, durfte jeden Tag mit Weltklasse-Fußballern zusammenarbeiten und von ihnen lernen. Und ich hatte mit Pep Guardiola einen der besten Trainer der Welt. Er hat sich um jeden Spieler, egal ob Top-Star oder Nachwuchsspieler wie ich, total bemüht und versucht, ihn besser zu machen", sagte Kurt.

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Kurt: "Ich kann es einfach nicht mehr hören"

Und weiter: "Es war eine Ehre, unter Guardiola trainieren zu dürfen. Ich habe von seinen Ansprachen und seinem unglaublichen Taktik-Verständnis enorm profitiert."

Im Sommer 2015 gönnte sich Kurt gemeinsam mit Freunden in einem Kurzurlaub einen Helikopterflug für 1900 Euro. Guardiola und den Bayern-Bossen dürfte diese Aktion nicht sonderlich gefallen haben. 

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"Auf dieses Thema bin ich schon hunderttausendmal angesprochen worden. Ich kann es einfach nicht mehr hören", zeigte sich Kurt genervt.

Kein Kommentar zu Dardai und Eberl

"Natürlich habe ich Fehler gemacht. Aber das gehört doch auch dazu, wenn man jung ist. Ich bin es leid, immer auf diese Geschichten reduziert zu werden."

Nachfragen zu seinem Verhältnis zu Hertha-Coach Pal Dardai, der offenbar mit Kurts Fitnesszustand nicht einverstanden war, und zu Gladbach-Manager Max Eberl, mit dem es zum Streit kam, nachdem Kurt 2014 zu den Bayern wechselte, blockte Kurt ab. "Kein Kommentar! Ich schaue nicht mehr zurück, sondern konzentriere mich nur auf das, was vor mir liegt."

Sinan Kurt profitierte von der Zusammenarbeit mit Pep Guardiola
Sinan Kurt profitierte von der Zusammenarbeit mit Pep Guardiola © Imago

Die Zukunft heißt nun erst einmal FC Nitra. Doch wie kam es zum Wechsel in die Slowakei? "Ich habe seit einem halben Jahr Kontakt zu Peter Hammer (Vorstand Sport des Klubs, d. Red.). Er und die anderen Klub-Verantwortlichen haben sich sehr um mich bemüht. Das hat mir imponiert und ein gutes Gefühl gegeben. Ich spüre absolutes Vertrauen."

Bundesliga als Ziel?

Dreimal lief der gebürtige Gladbacher in der Bundesliga auf. Ob weitere Spiele hinzukommen, ist wohl mehr als fragwürdig. Kurt legt sein Hauptaugenmerkt inzwischen auf seinen neuen Arbeitgeber.

"Erstmal möchte ich mich hier beim FC Nitra weiterentwickeln und dem Verein helfen, die Ziele zu erreichen. Darauf liegt jetzt mein ganzer Fokus." Und: "Natürlich möchte ich irgendwann wieder in einer Top-Liga Fuß fassen. Aber es muss nicht die Bundesliga sein. Ich finde es auch spannend, neue Länder und Kulturen kennenzulernen."