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Die Champions-League-Duelle zwischen RB Leipzig und dem FC Liverpool stehen auf der Kippe. Ein Notfallplan könnte helfen. Das Klopp-Team hätte einen klaren Vorteil.

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RB Leipzig wird sein Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League am 16. Februar nicht im heimischen Stadion austragen können.

Wegen der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen des Bundes darf der Gegner FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp nicht nach Deutschland einreisen.

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Das Bundesinnenministerium (BMI) gab am Donnerstagabend bekannt, dass die Bundespolizei den Antrag auf eine Sondergenehmigung abgelehnt habe. "Die Bundespolizei hat dem Verein mitgeteilt, dass die geschilderte Konstellation nicht unter die Ausnahmetatbestände der Corona-Schutzverordnung fällt", erklärte das BMI. (Der Spielplan der Champions League)

Die UEFA hatte diesbezüglich jüngst schnelle Klarheit von den Sachsen gefordert.

Mintzlaff: "Thema bereitet uns Bauchschmerzen"

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Nach SID-Informationen wird in Leipzig nun eilig am Plan B gestrickt. "Das ist ein Thema, das uns ein bisschen Bauchschmerzen bereitet", hatte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff zuletzt erklärt.

Die UEFA hatte dem Klub eine Frist bis zum 8. Februar eingeräumt, sich um eine zeitliche Verlegung oder einen Ausweichspielort zu kümmern, falls nicht in der Leipziger Arena gespielt werden könne. Auch ein Heimrecht-Tausch mit Liverpool wäre möglich, in diesem Fall würde das Rückspiel in Deutschland ausgetragen - was allerdings für Liverpool ein Nachteil wäre. 

Sollte eine Verlegung der Partie an einen anderen Ort bzw. auf einen Zeitpunkt nach Auslaufen der Einreiseregelung nicht gelingen, würde die Partie verloren gewertet. Ein Einzug ins Viertelfinale wäre mit dieser Hypothek beinahe unmöglich. Das gilt es aus RB-Sicht unbedingt zu vermeiden.

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Anbieten würde sich, die Partie im Stadion des österreichischen Schwesterklubs Red Bull Salzburg auszutragen. Pressesprecher Christian Kircher allerdings sagte der Passauer Neuen Presse, dergleichen sei dort "nicht bekannt".

Die Salzburger spielen zudem am 18. Februar gegen den spanischen Vertreter FC Villarreal. "Die Europa League hat ein anderes Branding als die Champions League, das Stadion muss bereits ein, zwei Tage vor dem Spiel entsprechend vorbereitet werden – und der Rasen muss in einem Top-Zustand sein", sagte Kircher.

Liverpool zweimal im Vorteil gegen Leipzig?

Die englische Sportsmail berichtet am Donnerstag, dass es für dieses Szenario bereits einen Notfallplan gebe. Dieser würde vorsehen, beide Begegnungen in einem Stadion in London auszutragen.

Das würde bedeuten, dass der amtierende englische Meister die Insel nicht verlassen müsste und beide Partien auf heimischem Boden spielen dürfte.

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Welches der zahlreichen Londoner Stadien für dieses Vorhaben in den Blick gefasst werden soll, ist bislang nicht bekannt.  

Für Liverpool ist die Debatte nicht neu. Bereits vor dem Abschluss der Gruppenphase gegen den dänischen Meister FC Midtjylland war der Ort der Austragung lange fraglich. Schließlich konnte am 9. Dezember doch in Dänemark gespielt werden, die Reds machten durch ein 1:0 den Einzug ins Achtelfinale perfekt.