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München - Mahmoud Dahoud überzeugte im Achtelfinale-Hinspiel gegen Sevilla. Trainer Terzic bereitet der 25-Jährige vor dem Derby gegen Schalke 04 jetzt Kopfzerbrechen.

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"Ja, Mann!", schrie Mahmoud Dahoud in den Nachthimmel von Sevilla. Seinen emotionalen Ausbruch hörte man über die Außenmikrofone aus dem Estadio Ramón Sánchez Pizjuán bis in den Pott. 

Der Mittelfeldspieler schaffte es allein wegen des kurzfristigen Ausfalls von Thomas Delaney, der Vater wurde, in die Startelf – und überzeugte nicht nur aufgrund seines wichtigen Treffers zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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"Mo hat, nachdem er lange nicht von Anfang an gespielt hat, ein gutes Spiel gemacht", lobte Manager Michael Zorc nach dem 3:2-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League im Gespräch mit SPORT1.

Dahoud blüht gegen Sevilla auf

Dahoud zeigte in Sevilla seine ganze Klasse. Im kompakten 4-3-3-Spielsystem an der Seite von Emre Can und Jude Bellingham, die ihm bei Ballbesitz im Zentrum den Rücken freihielten, blühte der 25-jährige Nationalspieler (2 A-Länderspiele) regelrecht auf. Mit seinem großen Spielwitz verhalf er dem BVB zum Auswärtssieg. (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

Der Ex-Gladbacher überzeugte als cleverer Ballverteiler, verzeichnete viele Ballgewinne, zeigte sich läuferisch stark und arbeitete auch gegen den Ball richtig gut mit.

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Mit seinem 22-Meter-Traumtor in den rechten Winkel setzte er zudem ein Ausrufezeichen. "Es fühlt sich sehr gut an, dass es mir auch mal gelungen ist, ein Tor zu schießen", sagte Dahoud, der vor dem Tor Fernando mit einem gekonnten Haken ins Leere laufen ließ. "Das Ausgleichstor war der Schlüssel, dass die Mannschaft nicht den Kopf hat fallen lassen. Von da an hatten wir mehr Energie." (Stimmen zum Spiel)

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Dahoud und Terzic schätzen sich - das war nicht immer so

Fast wirkte es so, als wollte Dahoud seinem Trainer in Sevilla zeigen: "Hey, ich bin auch noch da!" 

Nicht wenige fragten sich, wieso der spielstarke Mittelfeld-Star, der von Jogi Löw für die Nationalmannschaft nominiert wurde, zuletzt unter Edin Terzic kaum eine Chance mehr hatte. Mehrfach wurde er gar nicht erst für den Spieltagskader nominiert. 

Grund: Nach SPORT1-Informationen ließ sich Dahoud vor einigen Wochen im Training zu einer Respektlosigkeit gegenüber Terzic hinreißen. Der 38-jährige Coach verpasste seinem Schützling daraufhin einen Denkzettel. 

Mittlerweile ist Gras über die Sache gewachsen. Dahoud und Terzic schätzen sich und halten große Stücke voneinander. "Mo sticht durch sein Tor heraus", lobte Terzic. "Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht und ist, auch wenn er zuletzt ein bisschen außen vor war, ein total wichtiger Bestandteil unseres Kaders." 

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Dahoud bereitet Terzic Kopfzerbrechen

Dahoud, den Zorc als einen der "Lichtblicke" bezeichnete, hat gezeigt, dass Terzic problemlos auf ihn setzen kann. Mit seiner Gala-Vorstellung bereitet er seinem Trainer nun Kopfzerbrechen. Denn: Pünktlich zum Derby am Samstag gegen Schalke (ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) kehrt Delaney wieder zurück, auch Julian Brandt ist eine Option. 

Für 12 Millionen Euro holte der BVB vor dreieinhalb Jahren den frisch gebackenen U21-Europameister Dahoud aus Gladbach. Der Techniker pendelte immer zwischen Bank und Spielfeld und gilt deshalb auch in diesem Sommer als Verkaufskandidat. Sein Vertrag beim BVB läuft noch bis 2022. 

Das Spiel in Sevilla hat allerdings gezeigt, wie wichtig Mahmoud Dahoud für den BVB sein kann.