Sieht sich zum Handeln gezwungen: Oliver Bierhoff
Sieht sich zum Handeln gezwungen: Oliver Bierhoff © FIRO/FIRO/SID
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DFB-Direktor Oliver Bierhoff drückt bei der Nachwuchsreform des Deutschen Fußball-Bundes aufs Tempo. Die Entwicklung macht ihm Sorgen.

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DFB-Direktor Oliver Bierhoff drückt bei der Nachwuchsreform des Deutschen Fußball-Bundes aufs Tempo. "Wenn wir jetzt nicht handeln, verspielen wir die Zukunft des deutschen Fußballs", schrieb Bierhoff in einem Gastbeitrag in der Welt am Sonntag: "Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren." 

Er sei von seinem "Projekt Zukunft", das zuletzt auch auf Kritik stieß, "absolut überzeugt, auch wenn es in einer solch wichtigen Frage nie hundert Prozent Zustimmung im weitschichtigen und komplexen System deutscher Fußball geben kann".  

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Derzeit wird das zusammen mit der DFL erarbeitete Programm unter anderem mit den Landesverbänden abgestimmt. Unter anderem ist vorgesehen, die Junioren-Bundesligen in ihrer bisherigen Form abzuschaffen.

Der Spielbetrieb soll sich künftig nur noch aus "Entwicklungsspielen" und "Entwicklungsturnieren" zusammensetzen. Durch diese Maßnahmen, die den Wegfall von Tabellen sowie von Auf- und Abstieg implizieren, soll der Ausbildungs-Charakter in den Vordergrund gestellt werden. 

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Geschäftsführer Oliver Ruhnert von Union Berlin hatte unter anderem den "radikalen Schnitt zwischen Amateur- und Profisport, zwischen Leistungszentren und Amateurfußball" kritisiert. 

Man mache "die Mannschaften der Leistungszentren mit 20, 25 und mehr Spielern voll, und vom Rest haben die wenigsten eine Möglichkeit, sich sozusagen über den zweiten Bildungsweg zu entwickeln", sagte Ruhnert. 

Bierhoff betonte hingegen: "Wenn wir zurück an die Weltspitze möchten, ist das 'Projekt Zukunft' das wichtigste sportliche Thema der nächsten zehn bis fünfzehn Jahre." Mit der Reform sollen Kinder und Jugendliche "wieder mit mehr Spaß Fußball spielen, mehr Ballkontakte und längere Einsatzzeiten in den Spielen haben. Wir brauchen mehr Spieler mit Bolzplatzmentalität".