Tönnies zieht eine Finanzspritze für Schalke in Erwägung
Clemens Tönnies schließt mit Schalke ab © AFP/SID/SASCHA SCHUERMANN
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Clemens Tönnies erklärt in einem Interview, dass er mit dem Kapitel Schalke 04 endgültig abgeschlossen habe. Er berichtet zudem von üblen Beschimpfungen.

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Der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende des krisengeplagten FC Schalke 04, Clemens Tönnies, hat mit dem Kapitel S04 endgültig abgeschlossen.

"Schalke war 26 Jahre mein Lebensinhalt, es waren Traumjahre mit sehr viel Verantwortung und unglaublichem Erfolg. Jetzt habe ich die Pflicht, mich noch intensiver um mein Unternehmen zu kümmern. Deswegen bin ich gegangen", sagte der Fleischgroßproduzent im Interview der Welt am Sonntag.

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Tönnies: "Ich bin völlig raus bei Schalke"

Auf die Frage, ob ihm das Herz blute, weil der Abstieg des hochverschuldeten königsblauen Traditionsklubs programmiert zu sein scheint, betonte Tönnies: "Ich drücke die Daumen, dass dies nicht geschieht. Ich bin völlig raus bei Schalke. Mehr gibt es nicht zu sagen." (Tabelle der Bundesliga)

Der milliardenschwere Unternehmer war seit 2001 Aufsichtsratschef, in Schalker Gremien saß er seit 1994. Durch rassistische Äußerungen und den Skandal um zahlreiche Coronafälle in seiner Fleischfabrik war Tönnies stark in die Kritik geraten. Auch Teile der Schalker Fanszene hatte sich von ihm abgewandt.

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Der 64-Jährige gestand ein, dass während des Corona-Ausbruchs in seinem Betrieb "eine johlende Menge vor meinem Haus stand und gebrüllt hat: "'Hängt ihn auf!' Ich selbst habe keine Angst gehabt, aber ich fürchtete um meine Familie."