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München - Kevin Großkreutz redet Klartext: über seine Karriere, die alte Liebe BVB und Youssoufa Moukoko, Erzrivale Schalke 04, Joachim Löw - und seine Kritiker.

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Kevin Großkreutz ist nach eigener Aussage ein Typ, der gerne polarisiert - auf und neben dem Platz. Das brachte ihm im Laufe seiner Karriere nicht nur Schulterklopfer ein, sondern rief auch viele Kritiker auf den Plan.

Der Weltmeister von 2014 hatte seine erfolgreichste Zeit bei seinem Herzensverein Borussia Dortmund unter Jürgen Klopp. Danach hießen seine Stationen Galatasaray Istanbul, VfB Stuttgart, Darmstadt 98 und KFC Uerdingen. Aktuell ist Großkreutz ohne Verein und überlegt, seine Karriere zu beenden.

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Im SPORT1-Interview spricht der 32-Jährige über persönliche Höhen und Tiefen, den BVB um Shootingstar Youssoufa Moukoko, die alte Rivalität zum FC Schalke 04 und die Nationalmannschaft mit Bundestrainer Joachim Löw.

SPORT1: Herr Großkreutz, wie geht es Ihnen so ganz ohne Fußball?

Kevin Großkreutz: Einerseits ist es schön, denn ich habe mehr Zeit für meine Familie. Die zurückliegenden Jahre hatte ich da wenig Freiraum, ich war mit meinen Klubs viel unterwegs. Andererseits vermisse ich aber auch schon ein wenig den Fußball und das tägliche Leben in diesem Sport. Ich trainiere weiter jeden Tag, denn man weiß nie, was passiert. Im Fußball kann es schnell gehen, da will ich natürlich fit bleiben. Ganz aufgehört habe ich noch nicht, das entscheide ich Anfang Januar.

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Großkreutz über Karriere und Zukunft

SPORT1: Sind Sie nicht auch etwas befreit ohne den ganzen Druck?

Großkreutz: Das ist keine Befreiung, ich konnte schon immer mit Druck umgehen. Es ist schon schön, mehr Freizeit zu haben und jeden Moment mit den Kindern zu genießen. Ich hatte überragende Jahre im Fußball, habe tolle Menschen kennengelernt und viele Freunde dazugewonnen. Es waren weitestgehend erfolgreiche Jahre, und ich werde diese Zeit nie vergessen.

SPORT1: Ihre Profikarriere war wie eine Achterbahnfahrt - es ging auf und ab. Was kommt jetzt?

Großkreutz: Das kann ich noch nicht sagen, ich weiß nicht, ob und in welcher Liga es weitergeht. Es ist noch nicht komplett vorbei.

SPORT1: Haben Sie eigentlich zusammen mit einem Freund noch Ihre Kneipe "Mit Schmackes"?

Großkreutz: Na klar. Leider ist der Laden geschlossen wegen Corona. Es ist keine einfache Situation, für alle Gastronomen ist das eine Katastrophe. Da muss man nichts schönreden. Es ist wirklich eine schwierige Zeit.

SPORT1: Sie haben dazu eine besondere Aktion ins Leben gerufen.

Großkreutz: Jeder, der unsere Kneipe unterstützt und online einen Gutschein ab 20 Euro kauft, nimmt an einer Verlosung teil. Es gibt tolle Preise zu gewinnen wie unterschriebene Trikots von Pierre-Emerick Aubameyang, Ilkay Gündogan, Roman Bürki oder Ivan Perisic. Wer einen Video-Wunsch zu Weihnachten oder zum Geburtstag hat, bekommt das natürlich auch. Wir wollen den Menschen damit einfach etwas zurückgeben, weil sie uns immer unterstützt haben. Das "Schmackes" wird weiter ein fester Bestandteil in meinem Leben sein, wir sind auch in guten Gesprächen wegen eines zweiten Ladens.

Großkreutz über Bayern-Spieler und die WM 2014

SPORT1: Ein Highlight Ihrer Karriere war natürlich die WM 2014. Über Spieler wie Sie, Matthias Ginter oder Erik Durm wurde oft etwas despektierlich als WM-Touristen berichtet. Wie blicken Sie darauf zurück?

Großkreutz: Die WM war eine überragende Erfahrung. Ich habe viele Freunde gewonnen, wenn ich da nur an die Bayern-Spieler denke. Auf dem Platz haben wir uns nie verstanden, da gab es immer fiese Sprüche und Nickligkeiten. Bei der WM kamen wir prima miteinander aus. Ich habe immer schon gesagt, dass man einen Menschen erst richtig kennenlernen sollte, bevor man über ihn urteilt. Ich hatte viel Spaß, wusste natürlich, dass ich nicht oft spielen werde - aber wir haben den Titel geholt und ich war ein Teil davon. Die Mannschaft war eine Einheit, diese Zeit werde ich immer im Herzen tragen.

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SPORT1: Sie haben sich also nicht bloß als Gute-Laune-Onkel gesehen?

Großkreutz: Auf gar keinen Fall. Es war wirklich eine verdammt schöne Zeit. Diese WM kann mir keiner mehr nehmen.

SPORT1: Was hat Joachim Löw damals von Ihnen erwartet?

Großkreutz: Ich war sehr stolz, dass er mich mitgenommen hat. Für viele war es überraschend. In dem Jahr habe ich zum ersten mal rechter Verteidiger gespielt, sonst war ich immer links vorne. Jeder hat damals gesehen, dass ich locker drauf war und für das Team da war. Das hat auch Löw gesehen: Es hat gepasst zwischen uns.

SPORT1: Löw steht aktuell massiv in der Kritik: Ist es gut, dass er bis zur EM weitermacht?

Großkreutz: Ja. Natürlich hatte er nach der WM 2018 einen schweren Stand, musste einen Umbruch vollziehen und oft den Kader umbauen, weil vor allem die Bayern-, BVB- und Leipzig-Spieler eine extrem hohe Belastung hatten. Löw hatte nie seine Wunschelf auf dem Platz. Er hat aber eine faire Chance verdient, man sollte abwarten, denn es geht ab März erst richtig los. Deutschland ist eine Turnier-Mannschaft, und ich bin guter Hoffnung, was die EM angeht.

Großkreutz über den WM-Titel

SPORT1: Was war 2014 das Entscheidende für den Titelgewinn?

Großkreutz: Wir waren eine Einheit, auf und neben dem Platz, waren ein verschworener Haufen. Jeder hat dem anderen etwas gegönnt. Das ist das Wichtigste, um erfolgreich zu sein. Es war eine geile Zeit, deshalb sind wir Weltmeister geworden.

SPORT1: Erzählen Sie doch mal eine Anekdote von damals.

Großkreutz: Die Feiern nach den Spielen waren immer grandios. Ich erinnere mich auch gern an die Bootsfahrten im Dunkeln zu unserem Camp, als Christoph Kramer gesungen hat - das war schon cool. Auch die Party nach dem Titelgewinn im Bus, als wir Arm in Arm gesungen haben.

SPORT1: Themen-Wechsel: Ihre Trennung vom VfB Stuttgart verlief höchst emotional. Damals wollten Sie mit Fußball nichts mehr zu tun haben. Wäre es in dem Moment nicht die beste Entscheidung gewesen, sich aus dem Fußballgeschäft zu verabschieden?

Großkreutz: Vielleicht, ich habe aber voller Überzeugung weitergemacht, weil ich so viele positive Reaktionen aus Stuttgart, Dortmund, Köln und aus ganz vielen Teilen Deutschlands bekam - sogar aus Gelsenkirchen, was man eigentlich nicht denkt. Meine Familie und meine Freunde hatten mir alle geraten: Mach weiter! Viele Fans schrieben mir damals: Wir brauchen so Typen wie dich im Fußball! Diesen Leuten wollte ich einfach etwas zurückgeben. Jahre später habe ich dann gespürt, wie geil das war, als ich 2019 beim Pokalspiel in Düsseldorf mit Uerdingen gegen den BVB spielte und vor der Kurve wie bei einem Abschiedsspiel von den Dortmund-Fans gefeiert wurde. Da bekomme ich heute noch Gänsehaut.

SPORT1: War das Kapitel VfB Ihre schwärzeste Zeit, als Sie nach einem nächtlichen Ausflug mit minderjährigen Mannschaftskameraden und anschließend gewalttätiger Auseinandersetzung gehen mussten?

Großkreutz: Es war verdammt hart. Die drei, vier Wochen nach der Pressekonferenz waren für meine Familie und mich total belastend. Doch im Endeffekt sind wir da gemeinsam stark rausgekommen. Auch dieses Kapitel gehört zu meiner Karriere wie die schönen Momente. Wenn ich nur an das Plakat der Südtribüne in Dortmund denke mit der Aufschrift "Kopf hoch, Kevin" oder an die Unterschriften-Aktion in Stuttgart, da könnte ich heute noch heulen. Ich weiß, dass ich vieles richtig gemacht habe. Die Fans und viele Menschen haben damals zu mir gestanden.

SPORT1: Was war neben der WM 2014 und dem Titel mit dem BVB das schönste Erlebnis?

Großkreutz: Die komplette Champions-League-Saison 2012/13. Wie wir da durchmarschiert sind, war einzigartig. Die Gruppenphase, als viele dachten, dass wir da rausfliegen. Aber wir haben ManCity und Real Madrid beherrscht, keines der Spiele verloren. Es war gigantisch.

Großkreutz: Darum habe ich so polarisiert

SPORT1: Warum haben Sie immer so polarisiert? Fühlten Sie sich oft missverstanden?

Großkreutz: Schon. Aber es kommt auch darauf an, wer mich so sieht. Viele Schalker natürlich (lacht). Auch Bayern-Fans und Gladbach-Ultras, weil ich mit den Kölnern gut kann. Das hat bei mir auch viel mit Rivalität zu tun. Dass mich die Blauen nicht mögen, ist ja klar. Das kann ich denen auch gar nicht übel nehmen. Ich habe nie etwas Gutes über die gesagt. Eine verfeindete Stimmung gehört einfach dazu, vor allem bei einem Derby. Es gibt aber sicher auch viele Fans, die denken: So einen irren Typen brauchen wir im Verein! Ich verstehe mich aber auch mit vielen Fans aus anderen Klubs, wie zum Beispiel aus Dresden, Frankfurt und Köln. Sicher habe ich auch bei Social Media mal einen rausgehauen, was nicht immer okay war, aber privat gab es noch nie große Probleme mit mir. Was andere Menschen über mich denken, die mich nicht kennen, ist mir relativ egal.

Kevin Großkreutz spricht bei SPORT1 auch über Bundestrainer Joachim Löw und den WM-Titel 2014
Kevin Großkreutz spricht bei SPORT1 auch über Bundestrainer Joachim Löw und den WM-Titel 2014 © Imago

SPORT1: Würden Sie sich über einen Schalker Abstieg freuen?

Großkreutz: Natürlich würde ich mich für ein Jahr freuen, da müssen wir gar nicht drumherum reden. Ich glaube, ganz Dortmund wird feiern, da würden sich alle freuen, wenn Schalke runter muss. Das war früher auch so, als die Blauen 2007 in unserer schlechten Phase gehofft haben, dass wir absteigen. Aber nach ein, zwei Jahren wird das Derby sicher fehlen. Die Blauen haben viel falsch gemacht, dafür sind sie selbst verantwortlich. Für die ist das sicher schwierig, aber das ist nicht mein Problem.

SPORT1: War der Wechsel zu Galatasaray ein Karrierekiller?

Großkreutz: Kann man schon sagen. Die Entscheidung für Gala war ein kleiner Karrierekiller, aber auch eine wichtige Erfahrung. Bei Gala habe ich zu schnell reagiert, da bin ich am letzten Tag der Transferperiode hingegangen. Das war sicher ein Fehler. Die Zeit in Stuttgart war bis zu dem Ende dagegen eine super Zeit. Als ich zum VfB wechselte, haben wir zu Beginn der Rückrunde acht Spiele in Folge nicht verloren und standen schließlich beinahe auf einem Europa-League-Platz. Dann habe ich mich verletzt und fiel länger aus, es folgte eine Serie von neun Partien ohne Sieg, und wir sind schließlich abgestiegen. Das war sehr bitter.

SPORT1: Beim BVB wiederum gab es seit dem Pokalsieg mit Thomas Tuchel 2017 keinen Titel mehr. Bleibt Dortmund immer nur die Nummer 2 hinter dem FC Bayern?

Großkreutz: Wenn man die zurückliegenden beiden Spielzeiten betrachtet, muss man neidlos anerkennen, dass die Münchner den besten Fußball spielen. Wenn sie nicht schwächeln, wird es schwer, sie zu überholen. Zuletzt hatten die Bayern eine kleine Schwächephase mit vielen Remis, da hätte der BVB da sein müssen. Die letzte Geilheit auf den Sieg fehlt beim BVB noch. Aber es fehlt auch Erling Haaland an allen Ecken und Enden. Das ist ein Typ, der die Dinger vorne einfach rein macht und Emotionen lebt. Die Dortmunder werden da aber wieder rauskommen, der Pokalsieg in Braunschweig war ein positives Zeichen.

SPORT1: Ist der BVB überhaupt noch die Nummer 2 mit Blick auf RB Leipzig?

Großkreutz: Leipzig überrascht mich sehr, sie haben noch mal einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht - und das nach dem Abgang von Timo Werner. Aber die Leipziger und den BVB sehe ich auf Augenhöhe. Das wird eine enge Kiste im Kampf um die ersten vier Plätze.

SPORT1: Was hat mit Ex-Coach Lucien Favre am Ende nicht geklappt?

Großkreutz: Ihm wurde immer vorgeworfen, dass er nicht die Emotionen zeigt, die man als BVB-Trainer einfach zeigen muss. Aber er hat den besten Punkteschnitt. Favre wurde mit dem BVB in den zurückliegenden beiden Jahren Zweiter, aber Bayern war auch unschlagbar. Favre hat das Beste daraus gemacht. Am Ende war so ein 1:5 gegen den VfB daheim zu viel des Guten. Man wird sehen, ob es im neuen Jahr besser läuft mit Edin Terzic.

SPORT1: Waren Sie erleichtert, als Sie von der Entlassung Favres hörten?

Großkreutz: Nein. Ich sehe das als Fußballer aber auch anders. Ich weiß, dass nicht immer der Trainer die alleinige Schuld hat. Auch die Spieler beim BVB sind verantwortlich. Sie können sich nicht freisprechen von Fehlern. Das war auch bei uns früher so. Favre hat sicher Fehler gemacht, aber die individuellen Fehler auf dem Platz machen die Spieler.

Großkreutz über BVB, Favre und Hummels

SPORT1: Mats Hummels übte zuletzt öffentlich Kritik, indem er sagte, der Mannschaft fehle in den entscheidenden Situationen der nötige Biss.

Großkreutz: Mats meinte die Standard-Gegentore. Aber Mats darf das sagen. Oft beschweren sich alle, dass die Spieler vor der Kamera nur dieselbe Grütze sagen - jetzt sagt Mats etwas, und dann ist es auch nicht richtig. Ich finde, es gehört dazu, dass man frei herausspricht, was einen ankotzt. Früher hätte man mich auch kritisieren dürfen. Typen hat der BVB in der Mannschaft - da sind einige, die vorangehen können. Aber vielleicht fehlt einfach die nötige Erfahrung und der letzte Biss. Gerade in der Offensive gibt es viele junge Spieler. Manche fallen auch mal in ein Loch, das gehört dazu.

SPORT1: Wie sehen Sie Marco Reus? Er ist nicht mehr unantastbar.

Großkreutz: Marco war lange raus, hatte in seiner Karriere schon viele Verletzungen. Doch er kam immer zurück. Vor dieser Saison war er auch lange raus, dann fehlt natürlich die Spielpraxis. Marco wird aus dieser kleinen Krise wieder rauskommen, ich weiß, was er für ein guter Fußballer ist, habe mit ihm jahrelang zusammen gespielt. Er wird für den BVB weiter wichtig sein.

SPORT1: Im nächsten Sommer soll ein neuer Cheftrainer kommen. Wer ist Ihr Wunschkandidat für den BVB?

Großkreutz: Jürgen Klopp! (lacht)

SPORt1: Das dürfte ein Wunsch bleiben.

Großkreutz: Marco Rose könnte zum BVB passen, er ist ein sehr guter Trainer. Er lässt offensiven Fußball spielen, hatte mit Salzburg Erfolg, mit Gladbach auch vom ersten Tag. Ich kann den Bossen nichts empfehlen, aber Rose könnte vom Bauchgefühl her passen.

Das denkt Großkreutz über Moukoko

SPORT1: Braucht der BVB wieder einen emotionalen Trainer? Auch Tuchel war das ja nicht gerade.

Großkreutz: Auf jeden Fall wäre ein emotionaler Typ nicht verkehrt - er muss einen Fußball spielen lassen, der alle mitreißt. In Dortmund hat man es nicht so gerne, wenn man hintenrum spielt. Der BVB war schon immer mit Emotionen und Leidenschaft verbunden. Im Pott leben Malocher mit Emotionen, die wollen keinen Kopfmenschen als Trainer.

SPORT1: Wie bewerten Sie den Hype um Youssoufa Moukoko?

Großkreutz: Der Junge ist klar im Kopf und kann damit umgehen. Der Hype ist doch nur logisch: jüngster Bundesliga-Debütant, jüngster Liga-Torschütze, jüngster Champions-League-Spieler. Wow! Das Wichtigste ist, dass die Kollegen und die Verantwortlichen ihn unterstützen und schützen.

SPORT1: Was würden Sie in der Zukunft gerne machen? Trainer, Manager, Bar-Besitzer am Borsigplatz - oder Bodyguard von Moukoko?

Großkreutz: Bodyguard von Moukoko wäre ein Traumjob (lacht). Aber ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. Ich lasse alles auf mich zukommen - vielleicht auch TV-Experte.

SPORT1: Aber ernsthaft. Es gäbe doch kaum einen Besseren für Moukoko, der das Umfeld des BVB und ganz Dortmund besser kennt als Sie.

Großkreutz: Das stimmt. Wenn der Junge Probleme hat, dann kann er immer anrufen oder zu mir kommen. Ich kenne mich natürlich bestens in Dortmund aus, kenne fast alle Menschen dort. Aber ich würde auch allen anderen beim BVB helfen, wenn jemand mal Rat bräuchte.

SPORT1: Und wie schaut es aus mit einem Job beim BVB?

Großkreutz: Ich würde mich riesig freuen, wenn ich irgendwas beim BVB machen könnte. Das weiß Hans-Joachim Watzke auch. Ich werde diesen Klub immer lieben. Es wäre schön, wenn wir uns nach der Karriere irgendwann zusammensetzen.

SPORT1: Wann holt der BVB den nächsten Titel?

Großkreutz: Im Fußball ist alles möglich. Ich hoffe, dass es schon in dieser Saison klappt. Da wäre ich überglücklich.