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München - Diego Maradonas Tod sorgt für Trauer rund um den Globus. Guido Buchwald erinnert sich an das Duell im WM-Finale 1990 - und wie er wegen Maradona zu seinem Spitznamen kam.

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Der Tod von Diego Maradona ist ein Schock für die Fußball-Gemeinschaft weltweit: Keine vier Wochen nach seinem 60. Geburtstag erlag die argentinische Legende in Buenos Aires einem Herzinfarkt. Am 3. November war er wegen eines Blutgerinnsels im Gehirn operiert worden. 

Die traurige Nachricht vom Ableben Maradonas hat auch bei Guido Buchwald tiefe Bestürzung hervorgerufen, als SPORT1 den früheren deutschen Nationalspieler am Telefon erreicht, der sich mit Maradona im WM-Finale 1990 ein unvergessenes Duell lieferte, nach dessen Abpfiff das DFB-Team den Titel gewonnen hatte.

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"Ich bin geschockt, es ist tragisch, sein Tod kommt viel zu früh", sagte Buchwald erschüttert, "er war nicht nur ein großartiger Fußballer, sondern auch ein großartiger Mensch, der es nicht immer einfach hatte im Leben. Ein sehr gutmütiger Mensch trotz all seiner Eskapaden, hatte das Herz auf dem rechten Fleck. Der Fußball verliert ein ganz, ganz große Persönlichkeit."

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Im WM-Finale zwischen Deutschland und Argentinien (1:0) war der heute 59 Jahre alte Buchwald vom damaligen Teamchef Franz Beckenbauer zum Bewacher Maradonas beordert worden. Mit Erfolg: "Ich habe ihn da ausgeschaltet. Ich erinnere mich noch, wie er geweint hat nach Abpfiff."

Bemerkenswert: Buchwald verdankt Maradona seinen Spitznamen im Zuge der WM vor 30 Jahren in Italien - wegen Klaus Augenthaler. Hintergrund: Der war seinerzeit während einer Trainingseinheit vor dem Turnier einen Beinschuss von Buchwald bekommen - und seinen Team-Kollegen dann "Diego" getauft.

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"Wir wussten: Wenn wir Diego ausschalten, dann können wir Weltmeister werden", meinte Buchwald am Mittwochabend auch noch einmal im Fantalk bei SPORT1.

Kurios: "Auch in der anschließenden Doping wurden zufällig wir beide ausgelost und saßen zusammen - er hatte Tränen in den Augen."  

Was Buchwad indes im Nachhinein ein wenig bedauerte: "Den letzten Kontakt mit Maradona hatte ich 2002 (bei der WM in Japan, Anm. d. Red.)",