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München und Genf - Robert Lewandowski gewinnt die prestigeträchtige Wahl zu "UEFA Men's Player of the Year". Er toppt dabei einen Kollegen des FC Bayern.

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Robert Lewandowski ist Europas Fußballer des Jahres.

Der Pole des FC Bayern setzte sich bei der Wahl zu "UEFA Men's Player of the Year" vor Mittelfeldspieler Kevin De Bruyne von Manchester City und seinem Teamkollegen Manuel Neuer durch.

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Lewandowski erhielt bei der Ehrung in Genf mit 477 die mit Abstand am meisten Stimmen, De Bruyne bekam 90, Neuer 66. Zuvor wurde der Goalgetter der Münchner bereits als bester Stürmer des Jahres ausgezeichnet. Zum ganz großen Glück fehlt "LewanGOALski" nun nur noch die Wahl zum Weltfußballer.

"Das ist überragend", sagte der 32-Jährige. "Ich möchte mich bei meinen Mitspielern und Trainern bedanken. Vielen Dank auch an meine Familie. Als ich jung war, habe ich geträumt, bei einem großen Verein zu spielen. Dieser Traum ist in Erfüllung gegangen. Ich bin stolz und glücklich."

Salihamidzic schwärmt von Lewandowski

Die Bayern hatten in der vergangenen Saison das Triple aus Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal geholt und zuletzt auch den europäischen und deutschen Supercup gewonnen.

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Lewandowski war in der Triple-Saison der Bayern in allen drei Wettbewerben erfolgreichster Torjäger und wurde bereits als Deutschlands Fußballer des Jahres ausgezeichnet. In 47 Pflichtspielen erzielte der Stürmerstar 55 Treffer. Er folgt auf Liverpools Abwehrchef Virgil van Dijk (Niederlande), der die Trophäe - einen silbernen Torso - im Vorjahr gewonnen hatte.

"Für Robert gibt es ja grundsätzlich nur eine Bezeichnung: Weltklasse. Und in diesem Jahr 2020 war er von allen Weltklassespielern, die wir im internationalen Fußball haben, der beste", sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic über Lewandowski. "Er hat alle Titel gewonnen, er hat mit seinen Toren alle Wettbewerbe dominiert. Er hat noch einmal an Qualität gewonnen dadurch, dass er seine Mitspieler inzwischen sehr gut einsetzt und im System unseres Trainers für das Team arbeitet."

Auch für Bayern-Trainer Hansi Flick ist Lewandowski der verdiente Gewinner dieser Auszeichnung. "Nicht nur wegen seiner Tore, sondern wegen seiner ganzen Art, die Stürmer-Rolle zu interpretieren, hat er in unserer Triple-Saison Maßstäbe gesetzt. Es ist schön, dass er nun die Wertschätzung bekommt, die ihm seit langem zusteht", sagte Flick, der selbst als Europas Trainer des Jahres geehrt wurde.

Fußballer des Jahres: Neuer hatte "so eine Ahnung"

Manuel Neuer hatte bezüglich Lewandowski bereits mit diesem Ausgang gerechnet.

"Ich habe da so eine Ahnung", sagte der Kapitän der DFB-Auswahl und von Bayern München nach dem Supercup gegen Borussia Dortmund (3:2) im ZDF: "Ich glaube nicht, dass der Torwart das wird."

Die Bayern räumten am Rande der Champions-League-Auslosung am Donnerstag in Genf ab: Als bester Torwart der Königsklasse wurde Neuer ausgezeichnet, Joshua Kimmich zum besten Defensivspieler. Bester Mittelfeldspieler wurde De Bruyne.

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sprach stolz von einem "historischen Abend für den FC Bayern". Flick sagte: "Es ist eine große Ehre. Die Saison war sensationell. Für uns alle ist ein Riesentraum in Erfüllung gegangen. Wir haben es richtig gut gemacht", sagte Flick.

Bei den Frauen gewann die frühere Wolfsburgerin Pernille Harder die Trophäe als beste Spielerin der Champions League. Die deutsche Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan von Olympique Lyon wurde zur besten Mittelfeldspielerin gewählt.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)