André Schürrle hat sein altes Leben hinter sich gelassen
André Schürrle hat sein altes Leben hinter sich gelassen © Getty Images
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André Schürrle beendet seine Karriere überraschend früh - und lässt sich beim Übergang in ein neues Leben helfen. Seinen Abschied bereut er überhaupt nicht.

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Als Fußball-Profi steht man immer unter Strom, wird bejubelt und ausgepfiffen. Mal ist man der Held, mal ist man der Depp. Mal topfit, mal schwer verletzt. 

Und dann kommt das Karriereende und der der große Schnitt. Weg von der großen Bühne, hinein in einen neuen Lebensabschnitt. Nicht wenige Stars fallen nach der aktiven Sportler-Karriere erstmal in ein mentales Loch. 

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Bei André Schürrle, der die Schuhe im Alter von 29 Jahren an den Nagel hängte, war das nicht der Fall. 

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"Kein bisschen. Durch Corona gab es einerseits einen langsamen Übergang. Ich hatte seit Anfang Februar kein Training mehr, bin relativ zeitnah nach Berlin zur Familie gekommen", sagte der Ex-Weltmeister, der sich für den nächsten Lebensabschnitt Hilfe holte, im Interview mit der Bild am Sonntag. Er habe mit jemandem "zusammengearbeitet, der mir geholfen hat, eine Struktur aufzubauen." 

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Mit Gedanken zum Abschied habe er sich ohnehin schon vorher befasst: "Diese Struktur hat mir geholfen, dass ich zu keiner Zeit ein Loch gefühlt habe. Im Gegenteil – es war ein Gefühl von 'Uff! Geschafft!'"

Schürrle denkt über Rolle als TV-Experte nach

Es habe nie "den einen Punkt oder den einen Auslöser" für den Abschied vom Fußball gegeben. "Es war einfach das starke Gefühl, dass es wichtigere Dinge für mich gibt – die Familie, ein anderes Leben ." Von der Entscheidung sei er vollständig überzeugt, als Fußball-Rentner sieht er sich nicht: "Es ist ein Neustart. Ich habe das Gefühl, dass ein neues Leben beginnt."

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Der frühere Offensivspieler, der unter anderem für Borussia Dortmund und den FC Chelsea spielte, vermisst den Terminstress und den Tagesablauf eines Profis in keinster Weise.

Er genießt die Zeit mit der Familie: "Ich habe meine festen Strukturen. Dazu gehört, dass ich eine Stunde vor meiner Frau und meiner Tochter aufstehe, um ein bisschen Zeit für mich zu haben. Da springe ich erst in die kalte Dusche, um den Körper in Gang zu bringen, dann mache ich ein Workout oder meditiere. Danach ist die Kleine auch schon wach – dann ist Action angesagt." 

Fußball will er selbst in einer Amateurmannschaft nicht mehr spielen. Aber als TV-Experte könnten ihn Fans in Zukunft vielleicht eines Tages erleben. 

"Da gab es schon Gespräche mit Sendern. Irgendwann ist das auf jeden Fall eine Option. Aber ich muss fühlen, dass es richtig ist. Sonst mache ich es nicht."